Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 2 ° Sprühregen

Navigation:
Eindrucksvoller Start in neue Konzertsaison

Eindrucksvoller Start in neue Konzertsaison

International renommiertes Verdi-Quartett trat in Sanitz auf / Bis 2017 wird es hier acht hochwertige Kammerkonzerte geben

Am Sonnabend ist in Sanitz die neue Konzertsaison der „Stunde der Musik“ eröffnet worden, seit fast 30 Jahren veranstaltet von einem ortsansässigen Freundeskreis. Bis Mai 2017 wird es acht abwechslungsreiche und künstlerisch hochwertige Kammerkonzerte geben. Geschätzte Solisten wie die Rostocker Pianistin Janka Simowitsch, wie Frank Thoenes, Solokontrabassist der Rostocker Philharmonie, das Duo Stefan Imorde, Klavierprofessor an der HMT, und der Geiger Ulf Schneider sowie solch originelle Ensembles wie das Männer-Vokalquintett „Ensemble Nobiles“ und das Blockflötentrio „Viaggio“ (mit zwanzig Blockflöten) werden ein farbiges Spektrum von alter und neuer Musik ausspannen. Dazu ein Dankeschön-Konzert der erst 16-jährigen ukrainischen Klavierhochbegabung Oksana Goretska, die vom Verein mit einem monatlichen Stipendium gefördert wird.

Den eindrucksvollen Startpunkt setzte das international renommierte Verdi-Quartett mit den Damen Susanne Rabenschlag (1. Violine) und Karin Wolf (Viola), mit den Herren Matthias Ellinger (2. Violine) und Zoltán Paulich (Cello), das hier bereits zum dritten Mal gastiert, in einem anspruchsvollen und herausfordernden Programm. Eingeleitet durch eine Schubert-Rarität, eine Ouvertüre für Streichquartett (1811) des 14-jährigen Konviktschülers, das künftige Genie in ihr schon spürbar, aber noch nicht beheimatet, vom Verdi-Quartett mit solch expressivem Gestus gespielt, dass der spätere Meister sich schon ankündigte.

Es folgten „dicke Brocken“. Das ganz selten zu hörende Streichquartett Nr. 1 op. 6 (1921) von Ernst Krenek, ein unentwegt Suchender der klassischen Moderne; die probierende freie Form, die kontrapunktische Dichte in atemstockender Intensität gestaltet: Der immer erneute Aufbruch aus fahler Bedrängnis, der doch nur im resignierten Verstummen endet.

Den krönenden Abschluss bildete das Streichquartett a-Moll op. 132 (1825) von Beethoven. Es gehört zu jenen seiner Spätwerke, in denen er in entschlossenster Subjektivität den Konventionen seiner Zeit und des eigenen Komponierens entsteigt in einsame, geheimnisvolle Geisteshöhen. Für seine Gestaltung fand das Verdi-Quartett einen eigenen, anderen als sonst üblichen Weg. Mit spannungsvoller Geradlinigkeit, mit klarer Zeichnung und bewusst trockenem Klang entmystifizierte es diesen fremden Kosmos entgrenzter Individualität zu einer haltenden Objektivität.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Er redet Klartext: Box-Weltmeister Jürgen Brähmer (37).

Box-Weltmeister Jürgen Brähmer aus Schwerin spricht über neue Konzepte im Boxen, den Kampf gegen Cleverly, sein Gym und Heiratspläne.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Die Tafel: „Ohne Transporter geht hier nichts!“

Die OZ hat einen Tag lang die Fahrer der Rostocker Tafel begleitet