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Eine Teamspielerin will ins Rathaus

TESSIN Eine Teamspielerin will ins Rathaus

Susanne Dräger aus Grammow tritt bei der Bürgermeisterwahl in Tessin an / Verwaltungserfahrung bringt die 36-Jährige mit

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Susanne Dräger (36) tritt als Bürgermeisterkandidatin in Tessin an.

Quelle: Michael Schißler

Tessin/Grammow. Als kleines Kind hat Susanne Dräger ein paar Jahre in Tessin gewohnt und ist dort auch zur Schule gegangen. Nun will sie dorthin zurück: als Bürgermeisterin. Die 36 Jahre alte Beamtin aus Grammow im Amt Tessin wird neben Gildo Müller als einer von zwei Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 5. Juni antreten. „Zu Tessin habe ich heute natürlich immer noch eine Bindung“, sagt sie, die jetzt im Ehrenamt Bürgermeisterin in Grammow ist. Dort lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern.

Zuerst will ich die begonnenen Projekte beenden.“Susanne Dräger,

Wahlkandidatin

Eine neue Herausforderung in ihrer beruflichen Laufbahn kann sich Susanne Dräger gut vorstellen. Sie hat an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Greifswald studiert und mittlerweile zahlreiche Stationen in Verwaltungen hinter sich. Sie war in der Fachaufsicht im Sozialamt des Landkreises tätig und arbeitete in der Finanzabteilung der Gemeinde Sanitz. Heute ist sie die Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes im Amt Gnoien und dort gleichzeitig stellvertretende Leitende Verwaltungsbeamtin.

Fragt man sie nach ihrem Hobby, sagt sie: „Politik und Feuerwehr.“ Beides hat sie in ihrer Heimatgemeinde Grammow aufs Schönste miteinander verbunden. Als Bürgermeisterin ist es ihr gelungen, die dortige Feuerwehr wieder zu aktivieren — „dabei bin ich dann selbst aktives Mitglied geworden“.

Genau im Ehrenamt sieht sie dann auch eine Aufgabe, sollte sie in das Rathaus der Stadt Tessin einziehen: „Ich möchte dafür sorgen, dass das Ehrenamt so stark bleibt und nach Möglichkeit noch ausgebaut wird, denn viele soziale Aufgaben im öffentlichen Bereich sind nur mit Ehrenamtlern zu erfüllen.“

Der Schwerpunkt der Arbeit werde aber darauf liegen, die Projekte, die der jetzige Bürgermeister Fred Ibold — er tritt vorzeitig in den Ruhestand — begonnen hat, zu Ende zu führen. Das ist der Neubau der Turnhalle, die Erweiterung der Grundschule und die Sanierung der Regionalschule. „Das sind erst einmal die Hauptaktivitäten“, sagt Susanne Dräger und freut sich vor allem darauf, auch die Sanierung des Bahnhofes begleiten zu können. „Das war eine gute Entscheidung, damit wird ein Highlight gesetzt“, sagt sie und begrüßt, „dass Tessin dort eine Gaststätte bekommt.“

Damit hätte sie dann wieder einen Gewerbebetrieb mehr in der Stadt — und gerade das Gewerbe hat es ihr angetan. „Das ist das Rückgrat der Stadt“, sagt sie. Für die Betriebe wolle sie eine Plattform schaffen, „damit wir die Stadt gemeinsam voranbringen können“. Werde sie Bürgermeisterin, wolle sie für eine Zusammenarbeit sorgen. „Wir haben hier viele unterschiedliche Traditionsbetriebe und ein großes Angebot an handwerklichen Leistungen.“ Sie wolle auch die Sichtweisen der Gewerbetreibenden kennenlernen, und wie sie sich die Zukunft der Stadt vorstellen. „Dabei sind die Netzwerke heute alles“, sagt die 36-Jährige.

Und in der Politik muss man etwas Mut haben, sagt sie, den habe Ibold gezeigt, als er den Freizeitbereich der Stadt aufgebaut habe, dem er zuletzt das Naturbad Südsee hinzugefügt habe. „Der Weg war schwer, aber mutig“, sagt Susanne Dräger. Es habe der Stadt aber genutzt, wie an den Zuzugszahlen nun abzulesen sei. „Der Freizeitbereich hat auch einen großen Werbeeffekt für die Stadt“, den sie weiter nutzen wolle, zumal sie die Angebote an Wohngebieten erweitern werde. Sie wird dann — wie jetzt als ehrenamtliche Bürgermeisterin — in der Tessiner Wohnungsbaugesellschaft engagiert sein.

Für die Verwaltung strebt sie vor allem Bürgernähe an und setzt auf eine gute Zusammenarbeit mit den Verwaltungsmitarbeitern: „Ich bin ein Teamplayer. Mir macht es Spaß, etwas gemeinsam zu entwickeln.“ Wird sie gewählt, hat sie nach ihrer Ansicht gute Chancen, sich tief in ihre Aufgaben einzuarbeiten: „Bis 2019 bleibt die jetzige Stadtvertretung im Amt.“

Von Michael Schißler

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