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Eine neue Kirche für Reutershagen

Reutershagen Eine neue Kirche für Reutershagen

Die Luther-St. Andreas Gemeinde plant Neubau und Sanierung / Den Standort Krischanweg gibt sie auf

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Pastorin Gerlind Froesa-Schmidt vor dem Martin-Luther-Haus. Es soll saniert werden und einen modernen Anbau bekommen. Das Grundstück an der Robert-Schumann-Straße soll der zentrale Ort der Kirchengemeinde werden.

Quelle: Philip Schülermann

Reutershagen. In Reutershagen soll eine neue Kirche entstehen. Einer der beiden bisherigen Standorte der Gemeinde will die Pastorin aufgeben. Der Ortsbeirat hat am Dienstag grünes Licht gegeben. Nun entscheidet der Bauausschuss der Stadt. Kosten für Neubau und Sanierung: Rund eineinhalb Millionen Euro.

„Wir wollen die Luther-Sankt- Andreas-Gemeinde der Zukunft gestalten“, sagt Pastorin Gerlind Froesa- Schmidt. „Hell, freundlich, schlicht und sakral“ soll der Neubau laut der Pastorin werden. Vor allem auf den Punkt „sakral“ habe die Gemeinde wert gelegt, es sei ihr „vordringlichster Wunsch“ gewesen, so Froesa-Schmidt. „Wir haben gute Architekten aus Bochum, die uns gut begleiten.“ Sie hätten nicht vor, dort ein monumentales Bauwerk zu errichten, wie das der Begriff Kirche vermuten lassen könnte. Da in den Anträgen aber von „Kirche“ die Rede sei, sollten sie sie auch so diskutieren, sagt Peter Jänicke, Ortsbeiratsvorsitzender in Reutershagen.

Ein Bauantrag liegt der Stadt bereits vor. „Geplant ist der Neubau einer Kirche mit Gemeindehaus als Anbau an das bestehende Martin- Luther-Haus“, sagt Ulrich Kunze, Sprecher der Stadt Rostock. 300 Quadratmeter neue Nutzfläche sollen an der Robert-Schumann-Straße entstehen. „Wir denken, dass im Herbst die Genehmigung kommt“, sagt die Pastorin. „Der beabsichtigte Bauzeitraum ist nicht bekannt“, erklärt Kunze. Die Pastorin geht von einer Bauzeit von einem Dreivierteljahr aus. Optisch soll sich der Neubau in die Gegend einfügen – verklinkert wie das Martin-Luther- Haus und in „Höhe und Ausdehnung der Umgebung angepasst“, sagt Peter Jänicke. Einstimmig hat der Ortsbeirat für den Neubau gestimmt.

Bisher hat die Gemeinde zwei Gebäude und Gelände, nachdem sich die Luther- und die St. Andreas-Gemeinde 1997 zu einer zusammengeschlossen hatten. Künftig solle es nur noch einen Standort geben. „Den Krischanweg 6 werden wir aufgeben“, sagt Gerlind Froesa-Schmidt. Er liegt etwa zwei Kilometer entfernt. Dort soll ein Kindergarten entstehen. „Ein Standort, aber dafür schön“, so die Pastorin.

Die Räume an der Robert-Schumann-Straße sollen saniert werden und mit dem neuen Anbau erweitert werden. Foyer, Kirch- und Gemeindesaal, Küche und neue WC-Anlagen sollen in dem Anbau Platz finden.

Auch einen Glockenturm wird es geben. Vereine und Gruppen sollen die Räume ebenfalls nutzen können. Neu- und Altbau werden mit einem Glas-Foyer verbunden. Alle Räume sollen sich öffnen lassen, damit sie multifunktional nutzbar sind.

Neu sind die Pläne der Kirche nicht. Schon vor 60 Jahren hatte es ähnliche Pläne gegeben. Da an beiden Standorten saniert werden müsste, wurden die Pläne aber wieder konkreter. Finanziert wird der Neubau und die Sanierung des Martin-Luther-Hauses vor allem mit Mitteln des Kirchenkreises, Sparguthaben und Einnahmen durch Spenden. „Wir wollen die Gemeinde mitnehmen“, sagt die Pastorin.

Im Sommer kommenden Jahres könnte die neue Kirche in Reutershagen fertig sein – wenn der Antrag wie erwartet bewilligt wird. Danach könnten sie anfangen zu bauen, sagt Pastorin Gerlind Froesa-Schmidt.

Die Geschichte der Kirchengemeinden

1947 wurde aus der Kirchgemeinde Nordwest die Luthergemeinde. Im Oktober wurde die Barackenkirche am Schwanenteich eingeweiht, 1950 kam ihr Glockenturm dazu, 1958 wurde die Kirche abgerissen. Bereits 1956 wurde das Gemeindezentrum Schumann-Straße eröffnet. 1954 wurde St. Andreas-Gemeinde gegründet. 1958 bekam die Gemeinde eine Barackenkirche, die 1975 wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Zwei Jahre später weihte die Gemeinde ihr neues Gemeindezentrum ein. Seit 1997 sind beide Gemeinden wieder vereint.

Philip Schülermann

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