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Elisabeth-Heim: Studentenwerk begrüßt Räumung

Rostock Elisabeth-Heim: Studentenwerk begrüßt Räumung

Es habe Gefahr für Leib und Leben bestanden, sagt Geschäftsführer Kai Hörig nach der Auflösung der Hausbesetzung in Rostock. Die Verzögerung des Neubaus koste zudem Geld.

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Spezialkräfte der Landespolizei und der Rostocker Polizei Inspektion durchsuchten am vergangenen Donnerstag das ehemalige Elisabeth-Heim in Rostock.

Quelle: Stefan Tretropp

Rostock. Das Rostocker Studentenwerk begrüßt, dass die Polizei die ehemalige Orthopädie in der Ulmenstraße geräumt hat. Es habe Gefahr für Leib und Leben bestanden. „In der ehemaligen Klinik, die seit 13 Jahren zerfällt, sind bereits Decken eingestürzt. Wir durften es nicht zulassen, dass sich am Ende noch jemand verletzt“, sagt Geschäftsführer Kai Hörig.

DCX-Bild

Die Polizei räumte am Donnerstag das ehemalige Elisabeth-Heim in Rostock. Erst am Nachmittag konnte der letzte Hausbesetzer hinausbegleitet werden. Er hatte seine Hand einbetoniert. Das Haus wird nun durchgehend gesichert.

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Das Studentenwerk habe alles in seinen Möglichkeiten liegende getan, um die Besetzung schnell zu beenden. Auch habe es aktiv den Dialog mit den Besetzern gesucht. „Leider haben sie unser erneutes Angebot ausgeschlagen, auf Strafanzeige zu verzichten, wenn sie das Haus freiwillig verlassen“, so Hörig.

„Betty“ mehr als eine Woche besetzt

Hintergrund: Eine Gruppe aus der alternativen Szene hatte das Gebäude mehr als eine Woche lang besetzt – um gegen den beschlossenen Abriss des ehemaligen Elisabeth-Heimes zu protestieren. Es war bereits die zweite Besetzung. „Wir können den begonnenen und durch die erneute Besetzung wiederum verzögerten Prozess nicht anhalten. Der Neubau von Mensa und Studierendenwohnheim muss bis 2020 abgeschlossen sein“, betont Hörig. Das Studentenwerk sei zeitlich und auch planerisch in das Gesamtkonzept des Uni-Campus eingebunden. „Jeder Tag, mit welchem der Neubau weiter hinausgezögert wird, kostet Geld und das können wir als Sozialunternehmen, welches auch mit öffentlichen Geldern arbeitet, nicht verantworten“, so der Geschäftsführer.

Weil in der Hansestadt Wohnraum fehlt, sollen an der Stelle des Elisabeth-Heims 70 Apartments in einem Studenten- Wohnheim entstehen. Zudem plant das Studentenwerk den Bau einer neuen Mensa mit 400 Plätzen. Die linke Szene fordert jedoch, das Elisabeth- Heim stattdessen zu einem selbstverwalteten Treffpunkt für alternative Initiativen zu machen.

 aw

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