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Eltern in Sorge: Gefährden neue Schulkapazitäten die Kinder?

Rostock Eltern in Sorge: Gefährden neue Schulkapazitäten die Kinder?

Die Rostocker Bürgerschaft hat neue Maximalwerte für Schülerzahlen festgelegt, die aber nicht zwingend erreicht werden sollen. Der Stadtelternrat fürchtet um den Bildungserfolg.

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Am Gymnasium Reutershagen erhöht sich die maximale Aufnahmekapazität von 510 auf 750 Schüler im kommenden Jahr.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Rostocks Eltern fürchten um die Bildung ihrer Kinder. Grund: Die Stadtverwaltung hat für die kommunalen Schulen neue maximale Aufnahmekapazitäten von Schülern festgelegt. „Wenn hier durch Umnutzung von Räumen mehr Klassenräume geschaffen werden, geht das zu Lasten des Bildungserfolgs unserer Kinder und der Arbeitsbedingungen der Lehrer“, sagt Anja Ritter vom Rostocker Stadtelternrat.

Die Schülerzahlen steigen – von rund 11 781 im Jahr 2009 auf aktuell 13 813. Doch wie viele Schüler kann jede allgemeinbildende Schule aufnehmen, ohne das der Unterricht zusammenbricht? Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) hat das erheben lassen. Grundlage ist die Schulkapazitätsverordnung Mecklenburg-Vorpommern: Laut dieser stehen jedem Schüler 1,9 Quadratmeter Raum zu. Ergebnis: Für 17 282 Schüler wäre theoretisch insgesamt Platz – 3469 mehr als der aktuelle Bedarf.

Der Stadtelternrat befürchtet jedoch Einschränkungen in der Umsetzung der Schulkonzepte. Schließlich sei die Empfehlung von 1,9 Quadratmeter je Schülerarbeitsplatz spätestens mit der inklusiven Beschulung längst überholt, warnen Rostocks Elternvertreter. Die besondere Herausforderung der Aufnahme von Flüchtlingskindern in den Unterricht dürfe ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden.

Ängste davor, dass Schulen bald überfüllt sein könnten, hält Sozialsenator Bockhahn für unberechtigt. „Die durch die Bürgerschaft beschlossenen Kapazitäten legen einen Maximalwert im Sinne einer Bestandserfassung fest“, sagt der Senator. Da diese Werte keinesfalls die tatsächliche Schüleranzahl einer Schule wiederspiegeln, würden die dargestellten Kapazitäten nicht zwingend eintreten.

„Stattdessen ermöglichen sie den Schulen und der Verwaltung des Schulträgers im Rahmen des Aufnahmeverfahrens einen Entscheidungsspielraum, in dem die jährlichen Schüleraufnahmen je nach Elternwahlverhalten und Schulkonzept stattfinden können“, so Bockhahn.

Von Wornowski, André

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