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Erinnerung ans Paradies

Erinnerung ans Paradies

Und wieder ist die Zeitung voll von schlimmen Nachrichten und in manchen Augenblicken wird uns das Herz schwer. Doch wir spüren es, das Leben im Sommer hat seine eigenen Regeln.

Und wieder ist die Zeitung voll von schlimmen Nachrichten und in manchen Augenblicken wird uns das Herz schwer. Doch wir spüren es, das Leben im Sommer hat seine eigenen Regeln. Im Sommer sollst du frei sein. Im Sommer sollst du tun, was du willst. Einfach weil Sommer ist. Im Herbst kannst du darüber nachdenken, dass du sterben musst. Im Herbst darfst du die Sinnfrage stellen, über verkorkste Kindertage nachdenken, um verflossene Jugendlieben trauern. Im Herbst darfst du rechtschaffen Trübsal blasen und bemüht sein, die Welt wenigstens ein bisschen zu retten. Aber im Sommer macht das Leben blau.

DENKANSTOSS

Dorothea Strube ist

Pastorin im Zentrum

Kirchlicher Dienste.

Der Sommer lädt ein zum Alltagsglück. Da ist er freigiebig, davon hat er im Überfluss. Im  Sommer sollst du barfuß über Wiesen laufen, auch wenn du 75 bist. Im Sommer kannst du morgens die Erste im Freibad sein. Im Sommer sollst du Kirschen und Brombeeren pflücken und wenn du ein Stadtkind bist, dann heißt es raus aus der Stadt, bis die Finger klebrig sind vom roten Saft. Versetz dich in den Kindheitsmodus. Lutsch Wassereis, solange es geht. Im Sommer sollst du schwärmen und tagträumen, im Sommer darfst du hochstapeln und Luftschlösser bauen. Im Sommer hat die Vernunft Urlaub.

Eine Woche Ferien sind genug? Niemals! Freiheit funktioniert nicht häppchenweise. Dein Schreibtisch braucht auch mal eine Pause, der Stuhl will sich erholen von deinem Hinterteil. Dein Anrufbeantworter arbeitet gut. Und die Welt kann gar nichts anfangen mit so vielen Unentbehrlichen. Der Sommer akzeptiert keine Ausreden. Er richtet sich nicht nach dir. Er ist nicht abrufbar. Der Sommer ist eine Erinnerung ans Paradies. Er kommt und geht, wann er will. Sei bereit!

* Nach einem Beitrag von Susanne Niemeyer bei „Kirche im NDR“

OZ

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