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Erotisch und verrückt: „Macher“ feiern Faschings-Jubiläum

Rostock-Lichtenhagen Erotisch und verrückt: „Macher“ feiern Faschings-Jubiläum

1100 Gäste sind am Sonnabend zur Feier des Vereins gekommen / Bei einer Zeitreise wurden die spektakulärsten Nummern der vergangenen 40 Jahre noch einmal aufgeführt

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Gute gelaunt: Die Partygäste tanzten in drei unterschiedlichen Sälen. Für Liebeshungrige gab es separate Kuschelecken.

Rostock-Lichtenhagen. Seit40 Jahren steigt am letzten Februarwochenende die Faschingsparty der ehemaligen Ingenieurhochschule für Seefahrt (IHS). In diesem Jahr wurde unter dem Motto Zeitreise im „Nordlicht“ Lichtenhagen gefeiert. 1100 Gäste nahmen teil.

Wir blicken auf 40 tolle Jahre zurück. Mit dem Motto Zeitreise wollen wir die besten Auftritte noch einmal wiederholen.“Susanne Mense, Faschingsclub der IHS

„Wir blicken auf 40 tolle Jahre zurück“, freut sich Susanne Mense, eine „der Macherinnen“. „Dabei hat sich unsere Feier immer vom traditionellen Fasching unterschieden.“ So werden beispielsweise keine Büttenreden gehalten. „Gefeiert wird außerdem erst Ende Februar, weil die Seefahrtschüler damals den gesamten Februar über Prüfungen schreiben mussten.“ Wichtig sei für die Macher außerdem der erotische Aspekt. „Das muss man mit einem Augenzwinkern betrachten“, betont Mense. „Seit Beginn gibt es separate Kuschelecken, wo Gäste ungestört Zeit verbringen können, und auch das Programm ist nicht ganz jugendfrei.“ Ebenfalls Tradition ist der Frühschoppen. „Da wird morgens schon gefeiert und gesungen.“

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Alle Gäste erschienen verkleidet im Nordlicht Lichtenhagen. Im Hauptsaal wurde ausgiebig zu Live-Musik getanzt.

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Eröffnet wurde das Programm durch die „Faschingsopas“, eine kleine Gruppe altgedienter IHS-Faschingsenthusiasten. Danach folgte eine Reise mit einer selbstgebauten Zeitmaschine. Sie ließ nicht nur Personen aus der Vergangenheit zurückkehren, sondern reproduzierte auch noch einmal die verrücktesten Programmnummern der vergangenen 40 Jahre. So durften Besucher sich zum Beispiel noch einmal auf das Männerballett von 1997 freuen. Das Programm wurde durch Astrid Tober geplant: „Die Vorbereitungen liefen seit November.“

Für Musik sorgten vier DJ‘s und drei Live-Bands. DJ Ecco Weber war dabei ein altbekanntes Gesicht. „Ich bin schon seit 25 Jahren beim IHS-Fasching dabei.“ Ihm gefalle die Stimmung der Veranstaltung.

„Mittlerweile bin ich sogar selber ein Clubmitglied.“ Getanzt wurde in drei unterschiedlichen Sälen. „Uns war es wichtig, eine Auswahl zu haben, falls einem die Musik nicht gefällt“, betont Susanne Mense.

Während des gesamten Abends lief eine Diashow mit Bildern aus den vergangenen 40 Jahren. „Es ist fast ein Lebenswerk“, schmunzelt Susanne Mense. Und auch an den Wänden des Nordlichts fanden Gäste Überbleibsel der vergangenen Veranstaltungen. „Jedes Jahr gibt es eine Malgruppe, die themenspezifische Banner malt. Dieses Jahr haben wir alle aufgehängt“, sagt Mense.

In den Anfangszeiten des Faschings waren „die Macher“ Studenten der IHS. „Mittlerweile kommen unsere Mitglieder aus allen Positionen und Branchen“, so Mense. „Vor ein paar Jahren hatten wir ein Nachwuchsproblem.“ Das sei jetzt nicht mehr so. „Es gibt viele junge Leute, die mitwirken möchten“, sagt sie. Der Club bestehe gleichermaßen aus Männern und Frauen im Alter von 18 bis 60. „Es ist ein tolles Miteinander“, freut sich Mense. Alle Mitglieder widmeten einen großen Teil ihrer Freizeit ihrem Hobby.

 



Pauline Rabe

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