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Erstaunliche Erfolgsgeschichte

Erstaunliche Erfolgsgeschichte

Gleich zweimal, am Montag und am Dienstag, bot das „Freie StudentenOrchester Rostock (F.S.O.R.)“ sein diesjähriges Sommerkonzert im restlos ausgebuchten Katharinensaal ...

Gleich zweimal, am Montag und am Dienstag, bot das „Freie StudentenOrchester Rostock (F.S.O.R.)“ sein diesjähriges Sommerkonzert im restlos ausgebuchten Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater. Es besteht aus Studenten der Universität, die nicht Musik studieren, sondern Medizin oder andere wissenschaftliche Fächer, aber geschulte Musiker sind – keine Profis, aber längst auch keine Laien.

Vor knapp zehn Jahren haben sie sich als Verein gegründet, um ihrer Lust an sinfonischer Musik ohne institutionelle Zwänge und Stützen selbstbestimmt zu folgen – und dabei eine erstaunliche Erfolgsgeschichte hervorgebracht. Jetzt scheinen sie sich in einer Phase leichter Neuorientierung zu befinden. Sie haben im vergangenen Jahr so deutlichen Zulauf erhalten, dass sie jetzt ein riesiger, voll- und großbesetzter sinfonischer Klangapparat mit mehr als 80 Instrumentalisten sind (vermutlich das größte sinfonische Orchester im Lande). Seit dem letzten Semester haben sie einen neuen Dirigenten, Robin Portune (24), der selbst noch Dirigier-Student an der HMT ist. Aber sie befinden sich weiterhin auf verheißungsvollem Wege, wie das Konzert bewies.

Sie eröffneten mit Bernsteins kesser Candide-Ouvertüre, noch eher forsch als spritzig. Dann begleiteten sie Jinju Jeong (23), Schülerin bei Matthias Kirschnereit, im 2. Klavierkonzert von Rachmaninow, die seine üppige Fülle zu einem intensiven rhapsodischen Erzählgestus verschlankte, eingebettet in beinahe filigrane Virtuosität.

Das orchestrale Prunkstück des Abends aber war die Suite nach der Filmmusik „Die Stechfliege“ (1955) von Schostakowitsch, eine Musik, wie für dieses Orchester komponiert. In ihren zwölf Sätzen konnten sie mit einem satten und biegsamen Streichersound, in den sich die Bläserklänge gut einpassten, – sorgfältig und stimulierend von Portune geführt – einerseits die Leistungsfähigkeit ihrer Orchesterregister beweisen, von den würdigen oder strahlenden Blechbläsern über die flinken Holzbläser bis zu elegischen Saxofonen und romantischen Harfen, sowie andererseits ihre elastische Musikalität bei der Gestaltung wechselnder musikalischer Ausdrucksbereiche. Und das taten sie mit solcher Eindruckskraft, dass eine flotte sinfonische Latino-Zugabe unerlässlich war.

OZ

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