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Evershäger Café soll Raumnot lindern

Südstadt Evershäger Café soll Raumnot lindern

Tag der offenen Moschee mit Vorträgen und Gesprächen / Suche nach neuem Standort erfolgt

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Bei Gebäck und Getränken entwickelten sich beim Tag der offenen Moschee viele Gespräche zwischen den Gästen und Angehörigen des Islamischen Bundes in der Hansestadt Rostock.

Quelle: Fotos: Michael Schissler

Südstadt. Für die Raumprobleme des Islamischen Bundes in der Hansestadt Rostock zeichnet sich offenbar eine Teillösung ab. Das hat gestern, am Tag der offenen Moschee, der Pressesprecher der Religionsgemeinschaft, Ahmed Maher Fakhouri, geäußert. Die derzeit von den Rostocker Muslimen genutzten Räume in der Schlesinger Straße in der Rostocker Südstadt sind bereits seit einiger Zeit viel zu klein. „Wir haben ein Objekt in Evershagen gefunden“, sagte Fakhouri. „Aber wir haben es noch nicht gekauft“, fügte er hinzu. Bei dem Gebäude handelt es sich nach seinen Angaben um ein ehemaliges Café. „Wir haben dafür den Bauantrag auf den Weg gebracht und warten nun darauf, dass er positiv von der Stadtverwaltung beschieden wird“, so der Pressesprecher des Islamischen Bundes. Erst wenn dieser Bescheid eintreffe, werde man die Immobilie erwerben. „Dieses Café hat ungefähr eine Größe von 100 Quadratmeter“, so Fakhouri, „es soll nach dem Erwerb den Muslimen im Nordosten der Stadt zur Verfügung stehen“, erläuterte der Pressesprecher weiter. Damit werde dann die Platznot in der Schlesinger Straße gemildert. Man hoffe nun darauf, dass die Stadtverwaltung dem Bauantrag „ohne große Auflagen zustimmen wird“.

OZ-Bild

Tag der offenen Moschee mit Vorträgen und Gesprächen / Suche nach neuem Standort erfolgt

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Die Suche nach einem neuen Standort für seine Moschee wird den Islamischen Bund in Rostock aber auch weiterhin beschäftigen – und die Lösung des Problems wird drängender. „Vermutlich in ein bis zwei Jahren müssen wir hier raus“, sagte Ahmed Maher Fakhouri. Das jetzt von den Muslimen genutzte Gebäude in der Erich-Schlesinger-Straße gehört der Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung Rostock. Das Gelände sei für eine Bebauung vorgesehen, ergänzte der Pressesprecher: „Wir brauchen einen Platz, der einerseits gut zu erreichen, andererseits aber auch bezahlbar ist.“ Die Zahl der Menschen, die zum Islamischen Bund in Rostock gehören, schätzte Fakhouri auf 700 bis 800, „darunter sind allerdings viele Flüchtlinge, die nur über wenig Geld verfügen“. Von der Hansestadt werde man in moralischer und politischer Hinsicht unterstützt, „aber wir bekommen keine Finanzhilfen.“ Mehr Platz sei allerdings erforderlich, weil insbesondere zu den Freitaggebeten bis zu 300 Teilnehmer erscheinen, sagte Fakhouri. „Insgesamt brauchen wir eine Nutzfläche, die zwischen 400 und 500 Quadratmetern liegt“, fügte er hinzu. Untergebracht werden müssten neben dem eigentlichen Gebetsraum auch Schulungsräume, eine Bibliothek und Sanitäranlagen. Derzeit sei man noch wegen eines neuen Standortes der Moschee im Gespräch mit der Stadt und mit anderen Ansprechpartnern.

Begleitet wurde der Tag der offenen Moschee, zu dem gestern etwa 80 Gäste kamen, unter anderem von einer Ausstellung unter dem Titel „Entdecke den Islam“ und Vorträgen zu der Religion. „Wir suchen den Dialog und wollen Vorurteilen entgegenwirken“, sagte der Sprecher des Islamischen Bundes. Zu den Gesprächen gab es dann orientalische Speisen.

Michael Schißler

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