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Fachhochschule lockt mit kombinierter Ausbildung

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Fachhochschule lockt mit kombinierter Ausbildung

An der EUFH können Therapieberufe praxisnah und familiär studiert werden

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Masterstudentin Irmhild Preisinger (r.) stellt eine Therapiesituation mit Britta Malmström nach. Die EUFH besitzt ihre eigene Lehrpraxis.

Quelle: Foto: Pauline Rabe

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Über die Ausbildung hinausgehen und bisherige Therapieansätze hinterfragen: Das ist nur möglich, wenn Bereiche wie Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie studiert werden. „In Mecklenburg-Vorpommern bieten wir dazu die einzige Möglichkeit“, sagt Britta Malmström vom Marketing der Europäischen Fachhochschule (EUFH). Seit mehr als fünf Jahren wird in der Werftstraße 5 schon das Therapieren studiert. Dass das Konzept funktioniert, zeigen Zahlen von insgesamt rund 400 Studenten.

„Die häufigste Frage, die Eltern uns stellen, ist: Findet mein Kind mit diesem Studium einen Job?“, erzählt Malmström. Ihre Antwort darauf lautet jedes Mal: „Ja! Einen Therapieberuf zu studieren, öffnet verschiedenste Möglichkeiten.“ Neben dem oftmals bekannten Einsatz in Praxen und Kliniken können die Absolventen auf der Leitungsebene einsteigen oder in Forschung und Lehre tätig werden.

Malmström: „Auf all das bereiten wir unsere Studenten vor.“ Die Bachelorstudiengänge Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie dauern dabei sieben Semester und werden mit zwei Abschlüssen beendet – dem staatlichen Abschluss im jeweiligen therapeutischen Beruf und dem Bachelor of Science. Dieser kann wiederum mit einem viersemestrigen Master weiter ergänzt werden. „Viele gehen nach dem Bachelor aber erst einmal in die Praxis, um ihr Gelerntes anwenden zu können“, sagt Malmström. Schnell würden sie aber merken, dass etwas fehlt und sie sich doch gerne noch weiterentwickeln würden.

Die Studenten der EUFH kommen aus ganz Deutschland. „Das Interesse ist vor allem aufgrund der engen Verzahnung von Ausbildung und Studium groß“, erzählt Malmström. Mit Julia Siegmüller befände sich außerdem eine namenhafte Professorin am Rostocker Campus. Wobei das den angehenden Studenten bei ihrer Wahl oftmals nicht bewusst ist.

„Beginnt das Studium, kommt man um sie aber nicht mehr herum“, sagt Irmhild Preisinger aus eigener Erfahrung. Die 27-Jährige studiert Logopädie und steht kurz vor ihrer Masterverteidigung. „Ich habe mich gegen eine reine Ausbildung entschieden, da ich mit meinem Abitur eine höhere Qualifikationen erreichen wollte.“ Welche Bandbreite das Studium eröffne, war ihr da noch nicht klar.

„Was mir immer gut gefallen hat, war außerdem die familiäre Atmosphäre im Haus“, erinnert sich Preisinger. Jeder kenne jeden, und das treffe auch auf die Dozenten zu. „Der Kontakt ist unkompliziert.

Es stehen wortwörtlich alle Türen offen“, sagt die Studentin.

Studiert wird in der EUFH in kleinen Gruppen bis maximal 30 Personen. Vorlesungen und Seminare werden aber nicht immer getrennt besucht. „Uns ist es wichtig, die Studiengänge in Kontakt zu bringen“, erklärt Britta Malmström. Die Realität sähe nämlich nicht anders aus. „Nehmen wir das Beispiel eines Schlaganfallpatienten: Dieser braucht sowohl Hilfe bei seiner Bewegung, dem Sprechen und allen anderen alltäglichen Dingen des Lebens.“ Da sei es nicht verkehrt, über den Tellerrand zu blicken und zu wissen, was der Kollege eigentlich macht.

„Um Inhalte praxisnah vermitteln zu können, besitzen wir eine hochschuleigene Lehrpraxis“, erzählt Malmström. Dort erhalten die Studenten reale Klienten, die sie zunächst unter Anleitung von Dozenten therapieren. Damit kein Unbehagen entsteht, beobachten jene das Geschehen aus dem Nebenraum und werten das Vorgehen im Nachhinein aus. Die Praxis wird von den Rostockern gut angenommen. Für die Studenten besitzt sie vor allem einen großen Vorteil: Sie machen Erfahrungen, die sie unmöglich in einem Rollenspiel mit Kommilitonen erhalten könnten.

„Da die EUFH eine staatlich anerkannte Fachhochschule in privater Trägerschaft ist, finanziert sie sich ausschließlich über Studiengebühren“, erläutert Malmström. Wer sich für Logopädie entscheidet, zahle 525 Euro im Monat. Bei Ergo- und Physiotherapie seien es 375 Euro. „Das klingt viel. In Gesprächen bieten wir aber immer individuelle Möglichkeiten an, wie die Finanzierung geregelt werden kann“, sagt die Marketing-Chefin. Neben der Bafög-Berechtigung vergibt die Fachhochschule jedes Jahr eine große Anzahl an Deutschlandstipendien.

Interdisziplinäre Lehrpraxis „Inthera“ als Besonderheit

3 Therapieberufe können an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Rostock studiert werden. Mit den Studienangebote Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie besitzt die Hochschule ein Alleinstellungsmerkmal in MV.

50 Studenten werden jährlich ungefähr immatrikuliert. Physiotherapie stellt dabei den beliebtesten Studiengang dar.

400 Studenten lernen und studieren am Rostocker Campus. Der Campus der EUFH in Rostock befindet sich in der Werftstraße 5. Neben Vorlesungs- und Seminarräumen und den hauseigenen Forschungsinstituten beherbergt das denkmalgeschützte Gebäude außerdem eine hochschuleigene Lehrpraxis.

Pauline Rabe

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