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Fehlendes Löschwasser und weite Wege werden zum Problem

PÖLCHOW Fehlendes Löschwasser und weite Wege werden zum Problem

Feuerwehr-Chef Reinhard Schmidt legt Jahresbericht vor. Er bemängelt die schlechte Wasserversorgung. Erfreut zeigte er sich über die steigende Zahl der Aktiven.

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Ronny Opitz (l.) und Reinhard Schmidt wurden in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen. Fotos (2): Mathias Otto

Pölchow. Das Wasser für die Pölchower Feuerwehr wird knapp. Das zeigte der Einsatz vor acht Monaten in Huckstorf. Damals brannte ein leerstehendes Gebäude. Es war für die Einsatzkräfte schwer, eine Löschwasserversorgung herzustellen. Die Schläuche mussten dafür mehrere hundert Meter weit durch den Ort gelegt werden. Die Feuerwehren konnten nicht verhindern, dass der gesamte Dachstuhl abbrannte. Dieses Problem existiert nicht nur in Huckstorf. Der Gemeindewehrführer Reinhard Schmidt (53) listet in seinem Jahresbericht die Problemzonen auf.

„Wir haben auch in Pölchow nur wenig Möglichkeiten, um an Wasser zu gelangen. Und wo es gesammelt wird, reicht es zum Teil nicht zum Löschen aus“, erklärt Reinhard Schmidt. Er brachte das Beispiel einer Übung im Dorfkern aus dem vergangenen Jahr: „Wir mussten 400 bis 500 Meter Schläuche verlegen, um an den Löschwasserteich am Ortseingang zu gelangen.“ Da benachbarte Feuerwehren bei einem Großeinsatz frühestens nach 15 Minuten in Pölchow wären und kaum ein Löschwassertank in der Ortsmitte existiere, „bleibt uns derzeit nur die Möglichkeit, diese langen Leitungen zu verlegen“, moniert er. Ein weiteres Problem taucht im Marineweg auf. „Hier haben wir die Tanks gefüllt, doch sie verlieren ständig Wasser“, sagt er. In diesem Jahr soll zumindest dieser Missstand behoben werden.

Erfreut zeigte er sich über das zunehmende Interesse an der Feuerwehr. Drei Neuzugänge konnten die Pölchower im Vorjahr verzeichnen. „Wir haben jetzt 33 Mitglieder, 20 davon sind aktiv. Da die Mindestmannschaftsstärke 15 Einsatzkräfte betragen muss, sind wir derzeit gut aufgestellt“, erklärt der Wehrführer. Das war nicht immer so. Vor sechs Jahren konnte die Pölchower Feuerwehr gerade einmal die Mindeststärke vorweisen. Selbst die Frauenquote ist seitdem gestiegen. Schmidt: „Damals waren wir eine reine Männertruppe. Heute gehören immerhin zwei Frauen zur aktiven Mannschaft.“

Rund 1800 Stunden, umgerechnet 75 Tage, ihrer Freizeit opferten die Mitglieder 2014 für die Feuerwehr. Dazu zählen weit mehr als 1000 Stunden für die Ausbildung und weitere 200 Stunden für die Einsätze. „Wir sind dankbar für die jährlich geleisteten Stunden der Feuerwehrleute und können ihren unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz nicht oft genug loben“, verdeutlicht Bürgermeisterin Irmgard Rautenberg.

Sie übernimmt auch den angenehmen Teil der letzten Sitzung und beruft Reinhard Schmidt sowie Ronny Opitz (27) als Gemeindewehrführer sowie Stellvertreter in das Ehrenbeamtenverhältnis.

Reinhard Schmidt ist seit 1978 Mitglied der Feuerwehr und seit 1990 Wehrführer. Ronny Opitz begann seine aktive Zeit vor 15 Jahren bei der Pölchower Jugendfeuerwehr.

Feuerwehr benötigt neuen Mannschaftswagen

2 Jahre Tüv: Die Pölchower Feuerwehr benötigt ab 2017 einen neuen Mannschaftstransportwagen. Eine neue Plakette wird der VW Bus nicht bekommen. Bürgermeisterin Irmgard Rautenberg hofft auf Sponsoren.
Zum Fuhrpark gehört auch das Tragkraftspritzenfahrzeug „TSF-W“, Baujahr 2000, sowie ein Mehrzweckanhänger aus dem Jahr 2006. Eine neue Fahrzeughalle existiert seit neun Jahren.

 



Mathias Otto

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Pölchow
Ronny Opitz (l.) und Reinhard Schmidt zeigen ihre Urkunden. Beide Feuerwehrmänner wurde zu Ehrenbeamten ernannt.

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