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Feuerwehr verteilt Löscheimer

DUMMERSTORF Feuerwehr verteilt Löscheimer

Mit einer ungewöhnlichen Aktion will die Feuerwehr Personal gewinnen und auf ihre Probleme hinweisen

Dummerstorf. Die freiwillige Feuerwehr startet eine Großaktion, um Mitglieder zu werben und auf ihre Personalprobleme hinzuweisen. Die Aktion beginnt am Wahlsonntag vor dem Wahllokal in der Schule am Feldrain.

 

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Robert Hinrichs zeigt die „Haushaltslöschkübel“ die Anfang September verteilt werden.

Quelle: Michael Schißler

„Dann sind viele Dummerstorfer auf der Straße“, sagt Ortswehrführer Robert Hinrichs, „vor der Schule werden wir eines unserer Feuerwehrfahrzeuge stellen, um auf uns aufmerksam zu machen.“ Und dann werden insgesamt 600 Haushaltslöschkübel verteilt, informiert Hinrichs und zeigt im Schulungsraum der Dummerstorfer Feuerwehr auf Zehn-Liter-Haushaltseimer. Auf einem Handzettel ist zu lesen, wie die Eimer einzusetzen sind: „Keine Feuerwehr vor Ort – Haushaltslöschkübel mit Wasser befüllen. Wenn Feuer zu groß – Nachbar informieren, Kübelkette bilden.“

„Wir hoffen auf diesem Weg und mit den entsprechenden Informationen weitere aktive Feuerwehrleute zu gewinnen“, sagt Hinrichs, der auf 37 aktive Feuerwehrleute, 17 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 15 bei den sogenannten Bambinis verweisen kann. Diese Aktiven reichen nicht für die Aufgaben einer Feuerwehr mit Sonderaufgaben. „Wir müssen dauerhaft eine Personalstärke von 15 Mann haben“, sagt Hinrichs, „aktuell liegen wir zwischen neun und zwölf Kameraden, die ausrücken können. Zu wenig.“ Grund dafür ist, „dass 95 Prozent der Kameraden, die eine feste Arbeitsstelle haben, nicht in der Gemeinde Dummerstorf arbeiten“, so der Wehrführer.

Mit der Werbeaktion wollen die Brandschützer auf ihre Lage aufmerksam machen. „Für einen Hausbrand, bei dem auch das Dach in Flammen steht, brauchen wir aber zwei Gruppen, die auch zwei Atemschutzträger hat“, verdeutlicht Robert Hinrichs die Situation. „Deswegen müssen wir jetzt reagieren, um unsere Situation zu verbessern.“ Von verschiedenen Sponsoren hat die Dummerstorfer Feuerwehr Geld bekommen. „Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa 2000 Euro“, erläutert Hinrichs. Für das Geld wurden nicht nur 700 Haushaltseimer gekauft – 100 werden auf dem kommenden Dorffest verteilt werden – sondern auch Informationstransparente, auf denen für den Dienst in der Feuerwehr geworben wird. Um neue Mitglieder zu finden, hat Hinrichs die Internetseite der Wehr überarbeitet und ist mit seiner Organisation auch in sozialen Netzwerken vertreten.

„Es ist nicht einfach, Leute dafür zu finden“, sagt Ortswehrführer, „denn das ist ein Ehrenamt, das erfüllt wird, wenn andere Freizeit haben.“ Außerdem müssen die Feuerwehrfrauen und -männer auch engagiert sein, „denn man ist für die Sicherheit der Gemeinde und ihrer Bürger zuständig.“

Aber die Feuerwehrleute haben auch Gelegenheit, ihre Freizeit zu gestalten. „Wir machen viele gemeinsame Veranstaltungen“, sagt Robert Hinrichs, „das fördert die Kameradschaft und das ist auch gesellig. In Dummerstorf muss der Zusammenhalt der Feuerwehrleute schon ziemlich fest sein, denn alle zwei Jahre fahren sie gemeinsam in Urlaub.

Herz zum Helfen

Feuerwehrleute müssen ein Mindestalter von 16 Jahren haben, sie dürfen aber nicht älter als 67 Jahre sein. Sie sollten sich für Technik begeistern können, gut in einem Team arbeiten und hilfsbereit sein. Von der Werbeaktion der Dummerstorfer Feuerwehr werden Frauen ebenso angesprochen wie Männer.

Die Dummerstorfer Wehr ist eine Feuerwehr mit Sonderaufgaben. Sie ist deswegen besonders gut ausgerüstet. In der Fahrzeughalle stehen ein Löschgruppenfahrzeug mit einem hydraulischen Rettungsgerät, außerdem ein Einsatzleitwagen, ein Schlauchwagen mit 2000 Meter Schlauch. Demnächst wird ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug angeschafft.

Michael Schißler

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