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Fit für das Werftdreieck: Wiro macht Rekord-Gewinn

Stadtmitte Fit für das Werftdreieck: Wiro macht Rekord-Gewinn

14 Millionen Euro für die Stadt / Vermieter will 300 Wohnungen im Jahr bauen

Stadtmitte. Um die 900 Millionen Euro Schulden hat der größte Vermieter des Landes noch bei den Banken. Und doch will die Wiro schon bald neue machen – und zwar im dreistelligen Millionen- Bereich: Denn die stadteigene Wohnungsgesellschaft steht vor einer der größten Investitionen ihrer Geschichte, will für 200 Millionen Euro am Werftdreieck das Viertel der Zukunft bauen. Wirtschaftlich ist das gar kein Problem. Denn die Wiro steht so gut da wie noch nie. 2016 war das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte. Mit 28,6 Millionen Euro hat der Vermieter einen neuen Rekordgewinn eingefahren.

„Wir bleiben in der Erfolgsspur“, verkündete Ralf Zimlich, Vorsitzender der Wiro-Geschäftsführung, bei der Vorstellung der Bilanz 2016. Genau 35 265 Wohnungen gehören derzeit zum Bestand des größten Vermieters in MV. Das ist aber nicht die einzige Zahl der Superlative: Sieben Millionen Euro mehr Gewinn als noch 2015 machte die Wiro im vergangenen Jahr. Davon profitieren alle Rostocker: Denn das Unternehmen wird auch für 2016 stolze 14 Millionen Euro an die Stadtkasse überweisen. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir 72 Millionen Euro an die Stadt ausgezahlt“, sagt Zimlich.

Doch die Wiro hat auch viel Geld ausgegeben. Allein 57 Millionen Euro investierte sie in Sanierungen und Neubauten – zum Beispiel auf der Holzhalbinsel und auch in Warnemünde. Zudem konnte das Unternehmen knapp 37 Millionen alter Schulden tilgen. In den vergangenen zehn Jahren hat die Wiro von ihrem einst 1,2 Milliarden Euro großen Schuldenberg (er stammt noch aus der Nachwendezeit) ein Viertel getilgt. „Das war wichtig und richtig“, sagt Zimlich. Die Wiro musste ihre Eigenkapitalquote steigern – um bei den Banken neue Darlehen für Projekte zu bekommen. Das größte davon wird das Werftdreieck. Spätestens 2019 sollen dort die Arbeiten für das neue Vorzeige-Viertel mit 750 Wohnungen beginnen. In Groß Biestow sollen zeitnah 250 Grundstücke für Häuslebauer erschlossen werden, auch an der Thierfelder Straße soll gebaut werden. „Wir planen damit, künftig rund 300 neue Wohnungen pro Jahr zu bauen“, so Christian Urban, der technischer Geschäftsführer der Wiro. Die Forderung von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR), dass in der Hansestadt jährlich 1000 neue Wohnungen her müssten, könne die Wiro nicht allein erfüllen: „Die Wohnungsgenossenschaften bauen aber weitere 300 Wohnungen pro Jahr, den Rest müssen private Investoren liefern“, sagt Zimlich.

Der Forderung aus Teilen der Stadtpolitik, die Vermieter müssten sich verstärkt dem „sozialen Wohnungsbau“ widmen, erteilt Zimlich eine Abfuhr. Auch der 20- Millionen-Euro-Fonds, den das Land dafür aufgelegt habe, sei keine Hilfe. „Die Baukosten steigen jährlich um zehn bis 15 Prozent – vor allem aufgrund gesetzlicher Regelungen. Wer Baukosten und somit Mieten senken will, muss da den Hebel ansetzen“, so der Wiro- Chef. „Mieten von um die fünf Euro pro Quadratmeter sind in Neubauten jedenfalls utopisch.“ Natürlich gäbe es auch in Rostock einen Bedarf an günstigen Wohnungen: „Aber den können wir decken. Und mit einer Durchschnittsmiete von 5,84 Euro je Quadratmeter ist die Wiro bereits sehr sozial.“

Andreas Meyer

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