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Flieg ich durch die Welt des Ostrocks

Östliche Altstadt Flieg ich durch die Welt des Ostrocks

Lieder über Frieden, Frauen, tote Musiker: 700 Fans erlebten Berliner Kult-Combo unplugged in Nikolaikirche

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City unplugged in der Nikolaikirche (v.l.): Fritz Puppel, Manfred Hennig und Toni Krahl. FOTOS (3): OVE ARSCHOLL

Östliche Altstadt. Für ihr jährliches Akustik-Konzert in der Nikolaikirche ist gestern die Berliner Band City in die Hansestadt gekommen. Das Quintett mit Sänger Toni Krahl hatte dafür vornehmlich langsame und ruhige Titel aus seinem umfangreichen Repertoire mitgebracht – auch das Friedenslied „Sag mir, wo die Blumen sind“. Schließlich habe seit Beginn der Zeitrechnung „niemals Frieden auf der Welt geherrscht“, erklärt Toni Krahl die Interpretation. Und die Kriege seien meist im Namen irgendwelcher Götter und durch Missbrauch heiliger Schriften angezettelt worden. Deshalb werde die Band nicht müde, dieses Lied zu singen. Auch „Sind so kleine Hände“ kündigt Krahl nicht wie üblich als die „Hymne der Sozialpädagogen“ an, sondern verweist auf die weltpolitische Lage. „In Zeiten, wie diesen, wenn die Hasspeitschen knallen und die Menschen töten, um Gott zu gefallen, ist es um so wichtiger, dass wir unseren Kindern und Enkeln so lange wie möglich Liebe geben“, sagt Krahl. Das Lied richtet sich gegen Gewalt gegen Kinder.

OZ-Bild

Lieder über Frieden, Frauen, tote Musiker: 700 Fans erlebten Berliner Kult-Combo unplugged in Nikolaikirche

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Rund 700 Besucher sind in die Nikolaikirche gekommen, um die Ostrocker zu erleben. Martina (52) und Andreas (55) Biermann aus Biestow waren bereits im Vorjahr dabei und begeistert. „Deshalb sind wir jetzt direkt wieder hier“, erzählen sie. In ihrer Jugend haben beide bereits zu City-Titeln im Mau-Club getanzt – damals noch in der Blücherstraße. Für Thomas Ulrich (43) aus Sassnitz und seine Frau ist es das erste Mal, dass sie City „unplugged“ erleben. Die Musik mögen beide aber schon immer. „City hatte schon früher unbequeme Texte. Das finde ich prinzipiell schonmal gut“, sagt Ulrich.

Allerdings gibt es nicht nur Gesellschaftskritik. „Wir haben auch ganz normale Lieder über Männer und Frauen“, sagt Krahl und stimmt „Lieben und lieben lassen“ an. Dann erinnert er an seine Berufskollegen, wie Manfred Krug, David Bowie oder Rick Parfitt von Status Quo, die 2016 gestorben sind, und singt „für alle, die zu früh von uns gegangen sind“, das Lied „Tamara“, das City 1996 zum Andenken an Tamara Danz geschrieben hatte. Und schließlich erklingen die Klassiker, ohne die kein City-Konzert ablaufen kann: „Flieg ich durch die Welt“, „Casablanca“, „Wand an Wand“ und natürlich der Erfolgshit „Am Fenster“.

Ove Arscholl

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