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Flieger bereit für die ersten Starts

PURKSHOF Flieger bereit für die ersten Starts

Saisonbeginn in Purkshof / Viele Stunden wurden in den Wintermonaten in die Technik gesteckt

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1200 Stunden Arbeit leisteten die Clubmitglieder, um die „Remo 180“ im Winterhalbjahr flugbereit zu bekommen. Fotos (3): Jürgen Falkenberg

Purkshof. Sonnabend Nachmittag war zehn mal das kräftige Brummen des Motorflugzeuges mit der Kennung D-EHFH über dem Flugplatz Purkshof im blauen Himmel zu vernehmen. Es waren Kurzflüge nach langem Stillstand, denn jeder der Segelflieger mit Motorflug-Pilotenschein wollte nach der Winterpause das Gefühl für das Fliegen wiedererlangen. „Wir haben schon sehr auf das Motorflugzeug gewartet“, sagt Dieter Klinkenberg. Er startete auch durch, aber „Segeln ist schöner“, gesteht er, der schon einen Rundkurs über 502 Kilometer absolvierte. Östlich von Rostock hat die Flugsaison wieder begonnen.

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Saisonbeginn in Purkshof / Viele Stunden wurden in den Wintermonaten in die Technik gesteckt

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Am Sonnabendvormittag herrschte Hochbetrieb in Hangar und Werkstatt des Fliegerclubs. Die Remo 180 wurde vorsichtig aus der Halle gerollt. Eine starke Batterie wurde als Starthilfe angeschlossen.

Noch im Stillstand prüfte Stefan Tonk die Leitwerke. Dann rollte die Maschine mit eigener Kraft über das Rollfeld. Noch gab es keinen Start. Bremsen und alle anderen Funktionen wurden getestet.

Zurück in der Halle galt es, alle Bolzen nachzuziehen, Schmierfett nachzufüllen und die Seilzüge zu prüfen und zu messen. Der Motorflieger war einsatzbereit.

Es war für die Aktiven des Fliegerclubs Rostock, Mitglied im deutschen Aeroclub, ein Winterhalbjahr voller Arbeit. Etwa 20 Mitglieder sind es, die technische Kenntnisse haben, um die motorgetriebenen Flugzeuge technisch zu betreuen. René Ritz war umsichtiger Organisator der Arbeiten. Bei Werkstattleiter Maik Weißenstein liefen die technischen Fäden zusammen.

So musste beispielsweise der Motorsegler D-KIOQ nach 2000 Flugstunden einen neuen Motor bekommen. Die Filigranarbeit wurde in der eigenen vereinseigenen Werkstatt geschafft. Gleichzeitig damit erfolgte die Jahreswartung. Aufwendiger gestalteten sich der Umbau und die Modernisierung der Remorqueur. Der „Schlepper“, kurz Remo 180 gerufen, zieht am Schleppseil die Segler in den Himmel. „300 Stundenkilometer schafft die Remo in der Spitze. Mit ihren 180 PS geht es aber nur mit 110 Stundenkilometern hinauf“, sagt Stefan Tonk., wenn die Maschine dann startklar ist. „1200 Arbeitsstunden leisteten unsere Mitglieder“, sagt Stefan Tonk, Mitglied im Vorstand und Flugzeugfachmann.

Von Oktober bis April wurde an jedem Wochenende gearbeitet. Nach 3000 Flugstunden mussten an dem 27 Jahre alten Flieger Dichtungen gewechselt werden. Eine neue Kraftstoffanlage wurde eingebaut. „Wir fliegen jetzt umweltschonend mit Kraftstoff ohne Blei“, sagt Tonk. Nun kann die Remo noch 1000 Flugstunden ohne Motorwechsel zurücklegen. 1989 in Holzbauweise in Frankreich gebaut, mit einem Motor aus den USA versehen, kam die Maschine 2006 von Friedrichshafen nach Purkshof. „Daher in der Kennung noch das FH“, sagt Stefan Tonk, „wir sind froh, dass wir das Flugzeug erwerben konnten“.

Ein zweite Riesenarbeit war die Neubespannung der Flügel. Dieter Redmer, jeden Tag im Winterhalbjahr in der Werkstatt, besuchte eigens einen Lehrgang bei Oracover in Leipzig. Die Bespannung aufzubringen erforderte den Einsatz aller Kräfte. Sie hat ihren ersten Einsatz bestanden. Der Motorsegler und auch die transportable Motorwinde auf einem Lkw sind klar. Die Winde zieht die Segler mit 80 bis 120 Stundenkilometern in den Himmel. Am 21.Mai beim Flugplatzfest mit der Antonov 2 können sich Interessierte in Purkshof einfinden.

200 Mitglieder

Der Fliegerclub Rostock gründete sich 1990 als Verein neu. Vorsitzender ist Heinz Bradtke. Der Verein hat 200 Mitglieder, von denen 100 im Besitz eines Pilotenscheines sind. Sieben Flugschüler sind in der Ausbildung.

Zum Bestand gehören fünf Segelflugzeuge, zwei Motorsegler und ein Motorflugzeug. Zwei Segler sind Doppelsitzer für die Ausbildung. Die privaten Segelflugzeuge können durch die Mitglieder ebenfalls in den vereinseigenen Werkstätten gewartet werden.

Von Jürgen Falkenberg

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