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Flüchtlinge in der Warteschleife

BARGESHAGEN Flüchtlinge in der Warteschleife

Hängepartie bei Umbau des Bauernhauses / Kreis fordert Gutachten / Bürgermeister Catalán: Armutszeugnis

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Stillstand: Seit Monaten tut sich am alten Bauernhaus nichts.

Bargeshagen Beim geplanten Umbau eines alten Bargeshäger Bauernhauses zur vorübergehenden Flüchtlingsunterkunft fordert der Landkreis Rostock ein Immissionsschutz-Gutachten. Deshalb ist ein Baustart noch längst nicht in Sicht. Im OZ-Gespräch macht Bürgermeister Eduardo Catalán (FDP) seinem Ärger Luft. Immerhin seien weiterere Bauvorhaben der Gemeinde auf einem guten Weg.

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Hängepartie bei Umbau des Bauernhauses / Kreis fordert Gutachten / Bürgermeister Catalán: Armutszeugnis

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Seit Monaten tut sich am alten Bauernhaus neben der Kulturscheune nichts. Sollte das Gebäude nicht in diesen Wochen umgebaut werden, damit hier zum Jahresende jugendliche Flüchtlinge untergebracht werden können?

Eduardo Catalán: Das war eigentlich unser Ziel – aber das können wir vergessen. Der Landkreis hat immissionsrechtliche Bedenken und verlangt jetzt entsprechende Gutachten.

Was heißt das konkret?

Catalán: Es soll geprüft werden, ob die Jugendlichen vom Lärm der benachbarten Kulturscheune gestört werden könnten. Dabei wird so getan, als ob es sich hier um eine Ramba-Zamba-Scheune handelt, die ihre Umgebung jeden Tag mit lauter Musik beschallt. Das ist schon harter Tobak. Auf der anderen Seite soll ein weiteres Gutachten klären, ob die Kinder schädlich für die unmittelbare Nachbarschaft sein könnten. Für mich ist das ein Armutszeugnis.

Warum?

Catalán: Weil jetzt alle in Schwierigkeiten kommen. Die Gruppen müssen sich neue Unterkünfte suchen, die Baufirmen stehen Gewehr bei Fuß und können nicht loslegen, das Geld ist da – nur eben keine Baugenehmigung. Das gleiche Spiel wird bei unserem geplanten Sporthaus losgehen.

Inwiefern?

Catalán: Im Zuge der Kita-Erweiterung wird die Vereinsgaststätte umgebaut – die Sportler sollen dafür ein neues Vereinsheim bekommen. Da bin ich schon auf die lärmschutzrechtlichen Bedenken gespannt. Auf der einen Seite sollen die Dörfer etwas für ihre Entwicklung tun, andererseits werden uns aber immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen. Dabei hat unsere Gemeinde in diesem Jahr allein zehn Jugendmannschaften gemeldet – das soll uns mal einer nachmachen.

Apropos Entwicklung: Das altersgerechte Wohnhaus an der Hauptstraße nimmt sichtbar Formen an . . .

Catalán: Da liegen wir voll im Zeitplan. In vier Wochen wird es erste Besichtigungen mit Interessenten geben. Die Nachfrage ist enorm – erst recht, seitdem der Rohbau steht. Ziel ist, das Haus im Februar 2017 bezugsfertig zu übergeben.

Bei der Jugendarbeit soll es ja auch ein paar Veränderungen geben . . .

Catalán: In Admannshagen ist der Jugendclub momentan in den alten Ospa-Containern untergebracht. Das ist nicht mehr zeitgemäß und ohnehin nur ein Provisorium. Deshalb soll an gleicher Stelle ein Neubau entstehen. Entsprechende Förderanträge haben wir bereits gestellt. Dazu haben wir gute Rücklagen und können die Co-Finanzierung leisten. Das Gebäude ist zweistöckig geplant – im Erdgeschoss soll der Jugendclub einziehen, in den oberen Räumen können sich darüber hinaus Alt und Jung begegnen und austauschen, wie etwa die Bastel- oder Töpfergruppe. Mit diesem neuen Haus wollen wir auch dem erheblichen Zuwachs an Geburten in Admannshagen Rechnung tragen.

Wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang die aktuellen Pläne der Schweriner Landesregierung zur Raumentwicklung?

Catalán: Dazu hat die Gemeinde jetzt eine Stellungnahme erarbeitet – denn das Landesraumentwicklungsprogramm geht nach unserer Auffassung an der Realität vorbei. Im Prinzip wird hier immer noch am sogenannten Stadt-Umland-Raum- Programm festgehalten, wonach Admannshagen-Bargeshagen lediglich um drei Prozent wachsen darf. Umgerechnet sind das 17 Wohneinheiten. Allein die Feuerwehr braucht aber schon 20 Wohnungen. Wir wollen hier keine riesigen neuen Wohngebiete erschließen – und Einfamilienhäuser gibt es genug. Aber uns fehlt der Hochbau. Deshalb müssen wir dringend unsere Satzung für den Innenbereich überarbeiten – man sollte eine Gemeinde, die sich so gut entwickelt, nicht ausbremsen.

Interview von Lennart Plottke

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