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Flughafenfest: Mutige hatten beste Sicht

Laage Flughafenfest: Mutige hatten beste Sicht

Hunderte kamen zum Familien-Sommerfest nach Laage / Höhepunkte waren Fallschirmsprünge und Rundflüge

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Oberfeldwebel Sebastian Lemme (l.) und Hauptfeldwebel Michael Schmauser vom Taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ präsentieren ihr Ausbildungsgerät – den Eurofighter. Fotos (3): Mathias Otto

Laage. Es war das familienfreundliche Sommerfest, das der Flughafen Rostock-Laage im Vorfeld versprochen hatte. Die kleinsten Gästen tobten auf der Hüpfburg, einige lauschten dem Live-Programm auf der Bühne, andere ließen sich im Terminal über das aktuelle Flugprogramm informieren. Der Hingucker des Tages war allerdings das Flugfeld. Hier gab es eine Flugzeugausstellung und allerhand Action am Himmel. Hunderte Besucher sind gekommen.

OZ-Bild

Hunderte kamen zum Familien-Sommerfest nach Laage / Höhepunkte waren Fallschirmsprünge und Rundflüge

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Ivo Kavisanczki hatte die beste Sicht auf das ganze Gelände. Der 17-Jährige aus Barth war aus 3000 Metern Höhe mit dem Fallschirm abgesprungen – sein 103. Sprung insgesamt. Zusammen mit seinem Vereinskollegen Frank Bachmann (45) vom Barther Verein Skydive Ostsee hatte er schon zuvor über den Sprung gefachsimpelt. „Angst habe ich nicht“, tönte er. „Beim ersten Sprung war ich schon aufgeregt, aber seit dem zweiten Sprung war die Nervosität vorbei. Es macht einfach riesig Spaß, fast 40 Sekunden lang im freien Fall zu sein“, sagte er, „und danach für fünf Minuten entspannt zu Boden zu gleiten“.

Für Besucherin Monika Buhse (33), die die Springer am Himmel verfolgt hatte, wäre dies keine geeignete Sportart. „Ich bleibe lieber mit beiden Beinen fest am Boden. Aber es sieht spektakulär aus“, meinte sie. Zusammen mit ihrem Freund Martin Schmidt (30) hatte sie stattdessen die Flugzeuge am Boden begutachtet. Etwa den Eurofighter, den die Soldaten Sebastian Lemme und Michael Schmauser präsentiert haben. Hier erfuhren sie, dass das Taktische Luftwaffengeschwader ein reiner Ausbildungsbetrieb ist und von dort sechs bis acht Flugzeuge pro Tag starten. „Viele Leute interessieren sich für die Bundeswehr. Wir konnten etliche Fragen zum Eurofighter beantworten“, so Hauptfeldwebel Michael Schmauser.

Auch die Polizei, die an diesem Standort zwei Hubschrauber stationiert hat, stellte ein Exemplar aus. Vor allem die neue Technik, allen voran die Wärmebildkamera, interessierte die Besucher. „Das ist das Neueste, was es auf dem Markt gibt. Das Nonplusultra. Besonders die Bildübertragung in Echtzeit, etwa bei Fußballspielen, wurde schon häufig verwendet“, sagte ein Polizist. Die Technikschau wollte auch Randy Heidtmann (39), der mit seiner Tochter Louisa (3) nach Laage gefahren war, sehen. „Ich mag diesen kleinen Flughafen, bin von hier schon mal nach Gran Canaria geflogen. Es ist kein Vergleich mit dem Hamburger Airport, aber dafür ist es hier familiärer, und man hat wenig Wartezeiten am Schalter“, berichtete er. Christian Bauer (23) nutzte das Fest, um sich schon mal mit dem Flughafen vertraut zu machen: „In vier Wochen geht es von hier nach Mallorca. Ich gucke mir jetzt an, wo ich parken kann und wo es zum Gate geht. Das wird mein erster Flug. Ich bin jetzt schon aufgeregt.“

1000 Hektar Fläche

Der Flughafen Rostock-Laage ist der größte Verkehrsflughafen im Land MV. Die als Standort der Bundeswehr eingerichtete Anlage wird seit 1993 durch die Flughafen Rostock-Laage GmbH als ziviler Regionalflughafen genutzt. Von der 1000 Hektar großen Gesamtfläche sind circa 60 Hektar für den zivilen Bereich vorgesehen. Bis heute ist diese militärisch-zivile Zusammenarbeit im Flugverkehr in Deutschland einmalig. Mit seiner 24-Stunden-Betriebserlaubnis können heute schon Frachtflugzeuge bis zur Jumbogröße rund um die Uhr und bei jedem Wetter den Airport anfliegen und dort abgefertigt werden.

Mathias Otto

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