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Förderung für neues Projekt: Verein schreibt Integration groß

Stadtmitte Förderung für neues Projekt: Verein schreibt Integration groß

Sprachzentrum erhält 50000 Euro vom Land / 90 Jugendliche profitieren / Praktikantin Reem Sahwil wurde als „Merkels Flüchtlingsmädchen“ bekannt

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Es macht Spaß. Ich will später im sozialen Bereich arbeiten.Reem Sahwil Schüler-Praktikantin beim JSB

Stadtmitte. Sprach-Hürden überwinden, Berufe kennenlernen und gemeinsam etwas erleben: Mit dem Projekt „Auf dem Weg zur Integration“ fördert das Jugend-, Sprach- und Begegnungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (JSB) zugewanderte Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren. Und damit das auch weiterhin so gut gelingt, unterstützt das Land den Verein in diesem Jahr mit knapp 50000 Euro. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) hat gestern den entsprechenden Zuwendungsbescheid übergeben. Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) hält das für eine gute Wahl:

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Sprachzentrum erhält 50000 Euro vom Land / 90 Jugendliche profitieren / Praktikantin Reem Sahwil wurde als „Merkels Flüchtlingsmädchen“ bekannt

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„Es ist ein eher kleines Projekt, das aber unglaublich effektiv ist.“

Insgesamt 90 Jugendliche sollen in diesem Jahr von dem Angebot profitieren. Sie erhalten bei den wöchentlichen Treffen nicht nur Sprachkurse und Berufsberatungen, sie unternehmen auch Ausflüge, wie zum Beispiel demnächst zum Reichstag nach Berlin. „Wir verbinden Sprachförderung mit sozialer Integration“, sagt Susanne Müller, eine der Projektleiterinnen des Vereins.

Im Sommer ist ein Camp geplant. Hier soll es unter anderem ein Rap-Workshop mit Rap-Pädagogen geben. „Dabei holen die Jugendlichen plötzlich sprachliche Dinge aus sich heraus, die sie vorher nicht für möglich gehalten haben“, sagt JSB-Mitarbeiterin Müller. Wichtig sei, die Verbindung zum Alltag herzustellen – ein Aspekt, der Sozialministerin Drese gefällt. „Dann ist das Ganze nicht so belehrend, die Sprache wird nebenbei gelernt“, sagt sie. Mit einem Lachen meint Drese dann noch zu Senator Bockhahn: „Vielleicht sollten wir demnächst auch mal eine Rede rappen.“

Auch dem Linken-Politiker gefällt der Ansatz des Projektes. „Wie heißt es so schön: Die Jugendlichen werden dort abgeholt, wo sie sind.“ Dies sei einer der vielen Punkte, die er an dem Verein so schätze. „Ein anderer ist, dass es die Mitarbeiter immer wieder schaffen, Studenten als Ehrenamtler zu gewinnen und an sich zu binden.“ Daran seien viele andere Vereine bereits gescheitert. Vier Mitarbeiter sind beim JSB beschäftigt. Daneben gibt es einen Pool aus 100 Ehrenamtlern, von denen etwa 35 aktiv seien.

Bereits seit 1994 engagiert sich der Verein für Integration und hat dabei zwei Schwerpunkte: Die integrationsfördernde Sozialarbeit an Grundschulen mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund – und die Sprachförderung von Schülern mit Migrationshintergrund. Insgesamt kooperiert das JSB dabei mit 18 Schulen in der Hansestadt. Ein bewährtes Projekt ist „Ankommen in Rostock“.

Die aus dem Libanon stammende Schülerin Reem Sahwil (16) absolviert gerade ein Praktikum bei dem Verein. Sie wurde 2015 als „weinendes Flüchtlingsmädchen“ bei einem Bürgerdialog mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannt. Ihr gefalle es beim JSB. „Ich habe die Schule mal aus einem anderen Blickwinkel gesehen und bei Weiterbildungen mitgemacht. Später will ich im sozialen Bereich arbeiten“, sagt sie.

Die 50000 Euro Fördermittel für das neue Projekt stammen aus dem eine Million Euro fassenden Integrationsfonds des Landes. Das JSB ist das einzige Projekt in Rostock, das in dieser Größenordnung gefördert wird. „Daneben gibt es viele kleinere“, sagt Senator Steffen Bockhahn. Die Hansestadt unternehme in Sachen Integration deutlich mehr, als sie müsste.

André Wornowski

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Torge Brede aus Grevesmühlen über seinen Job zwischen Stall und Acker

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