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Forscher suchen Modell zur Reduzierung von Lachgas

Südstadt Forscher suchen Modell zur Reduzierung von Lachgas

Treibhausgas kommt vor allem aus der Landwirtschaft

Südstadt. Lachgas, chemischer Name Distickstoff-

monoxid, ist fast 300-mal so treibhauswirksam wie Kohlendioxid. Rund 75 Prozent der Emissionen kommen in Deutschland aus der Landwirtschaft. Im Rahmen eines Forschungsprojekts von Nicole Wrage-Mönnig, Professorin für Grünland und Futterbauwissenschaften an der Uni Rostock, soll der Aspekt der Lachgasbildung nun intensiver erforscht und erfasst werden.

Mit anderen Worten: Um bessere Vorhersagen zur Lachgasbildung treffen zu können, gehen Wissenschaftler der Frage nach, wo und wann welche Mengen im Boden wie produziert werden. „Heiße Orte und heiße Momente“ so der Name des Projekts, das bis April 2019 läuft und für das der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät eine Förderung von 250000 Euro bewilligt wurden. Insgesamt zwölf Unis und Forschungseinrichtungen werden bei dem interdisziplinären Vorhaben von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert, an dem neben Agrarwissenschaftlern auch Physiker, Chemiker, Mikrobiologen und Mathematiker forschen.

„Heiße Orte“ umschreibt Teile des Bodens mit einer hohen Bodenaktivität, zum Beispiel aufgrund des vorhandenen Nitrats oder organischen Materials. Mit den „heißen Momenten“ wird die zeitliche Spanne erfasst, in der diese Bodenaktivitäten vonstattengehen. Modelle sollen künftig helfen, konkrete Bewirtschaftungs-Empfehlungen für Landwirte zu formulieren. „Momentan sind wir allerdings noch recht weit vom Landwirt entfernt“, räumt Nicole Wrage-Mönnig ein. „Wir befassen uns zunächst mit Grundlagenforschung, um bestehende Modelle zur Vorhersage der Lachgasbildung weiterzuentwickeln.“

OZ

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