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Fragestunde in der ersten 24-Stunden-Kita

Reutershagen Fragestunde in der ersten 24-Stunden-Kita

Innenminister Lorenz Caffier macht Hausbesuch / Kita soll vor allem Eltern im Schichtdienst entlasten

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Konstantin (3), Malina (3) und Erzieher Jakob Blaschek (22) essen Mittag. Auch Abendbrot wird in der 24-Stunden-Kita geboten.

Quelle: Johanna Hegermann

Reutershagen. Abendbrot im Essensraum, Erzieher lesen die Gute- Nacht-Geschichte vor und im Schlafsaal können die Kinder übernachten. In der Kindertagesstätte in der Humperdinckstraße ist das alles möglich. Gerade Eltern, die im Schichtbetrieb arbeiten, soll dieses Angebot entlasten.

Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) hat sich gestern selbst ein Bild von der ersten 24-Stunden-Kita in Rostock gemacht. Er stellte Dutzende Fragen. „Dass ich mich mal mit diesem Thema beschäftige, hätte ich auch nicht gedacht“, gesteht Caffier. Doch die Gesellschaft habe sich verändert und die Nachfrage nach einer Vereinbarung von Familie und Beruf würde weiter wachsen. „Wir müssen uns darauf einstellen, sonst gehen die jungen Leute woanders hin“, so der Minister.

„Um höhere Beiträge müssen sich die Eltern momentan nicht sorgen“, sagt Torsten Benz, der Geschäftsführer der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik (GGP), Träger der ersten 24-Stunden-Kita in Rostock. Der Mehraufwand für die Betreuung mit Übernachtung wird in den kommenden drei Jahren mit 600000 Euro vom Bund gefördert. Für Polizeichef Michael Ebert ist die 24-Stunden-Kita ein wichtiger Baustein. „Aber es ist einer von vielen“, so Ebert. Der Leiter der Polizeiinspektion Rostock weiß als Vater von zwei kleinen Kindern genau, wovon er spricht. „Die Unterbringung kann problematisch sein.“ Richtig loslassen könne man auf Arbeit erst, wenn die Kinder gut betreut würden. „Und auf der Straße müssen unsere Mitarbeiter vollen Einsatz bringen.“

Die Nachfrage stockt jedoch. „Für das nächste Jahr gibt es vier weitere Anmeldungen“, sagt die Kita-Leiterin Sandra Demirci. Damit bleiben zwölf weitere Plätze vorerst frei. Dass nach drei Monaten, seit es das Angebot gibt, der Ansturm noch ausbleibt, findet Polizeichef Ebert nicht weiter verwunderlich. „Es braucht zunächst Vertrauen in die neue Idee.“ Deswegen würden auch nur Träger mit Geduld und ausreichend Ressourcen solch ein Projekt starten können. „Ich bin mir sicher, in einem Jahr sind die Plätze belegt und weitere Kitas werden dem Beispiel folgen“, so Ebert. In Schwerin sei das zunächst ähnlich verlaufen, doch mittlerweile würde die Idee dort sehr gut angenommen werden. Caffier ist überzeugt: „Was in Schwerin klappt, wird auch in Rostock funktionieren.“

jh

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