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Frauentag auf vietnamesisch – Rostocker Verein feiert Sonntag

Frauentag auf vietnamesisch – Rostocker Verein feiert Sonntag

90 Mitglieder sind mittlerweile im eingetragenen Frauenverein „Viêt“ / Am 23. Oktober veranstalten sie einen Aktionstag nachträglich zu ihrem nationalen Feiertag

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Ich schätze, etwa 500 vietnamesische Frauen leben in Rostock – 90 davon sind in unserem Verein.“Thi Bich Thuy Nguyen (51), stellvertretende Vorsitzende

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Während die meisten den Frauentag im Frühjahr feiern, hat eine Gruppe Rostockerinnen doppelten Grund zur Freude. Denn neben dem internationalen Feiertag am 8. März, gibt es noch einen vietnamesischen Frauentag, der am 20. Oktober stattgefunden hat. Also nachträglich: „Chúc mùng ngày Phu Nu Viêt Nam“ – Alles Gute zum vietnamesischen Frauentag. In dem asiatischen Land gibt es Blumen und Geschenke von Freunden, Ehemännern oder Kollegen. Doch hier in Rostock ist der Brauch an diesem Tag unbekannt – bisher. Denn am Sonntag, von 15 bis 22 Uhr, soll er nun in der Waldemarstraße 33 gebührend nachgefeiert werden.

„Etwa 500 vietnamesische Frauen gibt es in der Hansestadt“, schätzt Thi Bich Thuy Nguyen. Sie ist die stellvertretende Vorsitzende von „Viêt – Frauenverein in Rostock“. Seit seiner Gründung 2015 hat der Verein 90 Mitglieder zusammengebracht. „Vor Kurzem sind wir vom Amtsgericht in das Vereinsregister eingetragen worden“, sagt Thuy stolz.

Seit 30 Jahren lebt die gebürtige Vietnamesin in Rostock. Damals kam sie als Vertragsarbeiterin in die DDR, um als Köchin im Überseehafen zu arbeiten. „Ich war erst 18 Jahre alt und noch in der Ausbildung“, erinnert sie sich. Obwohl sie plötzlich in einer fremden Umgebung mit einer ihr unbekannten Sprache lebte, erzählt sie von guten Erlebnissen. „Die Menschen haben mich freundlich aufgenommen und ich habe viele deutsche Freunde gefunden.“

Rostock sei für sie zu einer zweiten Heimat geworden. Dennoch vermisst sie auch Haiphong, wo heute noch ihre Familie lebt. Auch die vietnamesischen Bräuche und Feiern fehlen ihr, daher sei der Verein auch so wichtig. „Früher habe ich zwar auch mit einigen Frauen zusammengefeiert, aber jetzt wollte ich ernst machen und aktiv mitorganisieren.“

Als wichtigste Aufgabe des Vereins nennt die stellvertretende Vorsitzende den Zusammenhalt. „Wir wollen uns gegenseitig helfen und füreinander da sein“, sagt Thuy. Wenn jemand krank wird, Probleme zu Hause oder im Beruf hat, sei hier die richtige Anlaufstelle. Um in Konfliktsituationen aktiv helfen zu können, habe Thuy auch bereits ein Seminar der Vietnamesischen Interkulturellen Fraueninitiative in Deutschland (vifi) besucht. „Es waren mehrere Teilnehmer aus Rostock dabei, um von einer Lehrerin zu hören, wie sich Frauen untereinander helfen können“, sagt die Rostockerin.

Mit der Frauentagsfeier, die für alle Gäste offen sei, möchte sie einen Teil ihrer Kultur den Rostockern vermitteln. „Wir wollen den Gästen dann auch einen unserer Tänze zeigen“, erzählt die Rostockerin. „Tiêng dàn ta Lú“ sei der Name des Liedes, nach dem die Frauen am Sonntag tanzen wollen. „Wir werden dabei bunte traditionelle Gewänder tragen. Es ist wirklich lustig und macht viel Spaß“, sagt Thuy.

Auch landestypische Speisen soll es bei der Feier in der Waldemarstraße 33 geben. Zum Beispiel Frühlingsrollen. „Viele denken, sie kennen dieses Gericht. Aber wir machen original vietnamesische Röllchen, das kennen die Wenigsten“, sagt die Inhaberin einer Kantine am Doberaner Platz. Auch der traditionelle Klebreis wird serviert, der mit Erdnüssen gekocht wird. „Aber wir haben auch deutsches Essen, wie Spanferkel“, sagt sie lächelnd. Schließlich würden viele schon lange in Deutschland leben und auch dieses landestypische Essen lieben.

Johanna Hegermann

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