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„Freiheit ist mit sozialer Sicherheit verbunden“

BARGESHAGEN „Freiheit ist mit sozialer Sicherheit verbunden“

Volles Haus beim Talk der Arbeiterwohlfahrt (Awo): Bis auf den letzten Platz ist die Kulturscheune Bargeshagen am Mittwochabend gefüllt gewesen.

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Sprachen über Freiheit (v.l.): Markus Meckel, ehem. DDR-Außenminister, Moderator Frederic Werner, Stefanie Drese, designierte Sozialministerin, Bodo Wiegand-Hoffmeister, Vorsitzender Awo-Regionalverband, Roswitha Käker, Leiterin Awo-Schuldnerberatung.

Quelle: Werner Geske

Bargeshagen. Volles Haus beim Talk der Arbeiterwohlfahrt (Awo): Bis auf den letzten Platz ist die Kulturscheune Bargeshagen am Mittwochabend gefüllt gewesen. Das lag auch an der Prominenz auf dem Podium: Vertreten waren hier Markus Meckel, 1990 letzter DDR-Außenminister, Stefanie Drese (SPD), designierte MV-Sozialministerin, Professor Bodo Wiegand-Hoffmeister, Rektor der Fachhochschule Wismar, und Roswitha Käker, Leiterin der Awo-Schuldnerberatung. Ihnen ging es um die Gretchenfrage „Wie hältst Du es mit der Freiheit?“. Ein Thema, das in Zeiten wachsenden Terrors, zunehmender Überwachungsmöglichkeiten und anhaltender Flüchtlingsströme neue Dimensionen annimmt.

 

OZ-Bild

Sprachen über Freiheit (v.l.): Markus Meckel, ehem. DDR-Außenminister, Moderator Frederic Werner, Stefanie Drese, designierte Sozialministerin, Bodo Wiegand-Hoffmeister, Vorsitzender Awo-Regionalverband, Roswitha Käker, Leiterin Awo-Schuldnerberatung.

Quelle: Werner Geske

Bevor das Auditorium diskutierte, gab Markus Meckel mit einem Vortrag Denkanstöße für die folgende gut 90-minütige Aussprache. Der heute 64-Jährige, der in der DDR der Bürgerbewegung angehörte und Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei war, setzt sich schon seit vielen Jahren mit dem Problem der Freiheit auseinander.

Besonders die Menschen, die in der DDR und dem ehemaligen Ostblock gelebt hätten, wüssten um den hohen Wert der Freiheit, betonte er. Dies werde aktuell besonders deutlich vor dem Hintergrund des ungarischen Volksaufstandes, an dessen 60. Wiederkehr in diesen Tagen erinnert werde. Damals sei der Ruf nach Freiheit von sowjetischen Panzern unterdrückt worden. 33 Jahre später sei dies jedoch nicht mehr möglich gewesen, so der Redner. Der Virus der Freiheit lasse sich nicht unterdrücken, er stecke immer mehr Menschen und Völker an. „Doch Freiheit und Demokratie lassen sich nicht exportieren“, unterstrich Meckel. „Aber wir sympathisieren mit denen in aller Welt, die sich diesen Werten verpflichtet fühlen und unterstützen sie“, sagte er mit Blick auf Länder wie Kuba oder Nordkorea.

Den Menschen hierzulande, die enttäuscht oder resigniert seien, empfahl Meckel, sich auf den Weg zu machen, um Freiheit zu erfahren. Um sich einzubringen, seien besonders Parteien, Vereine oder Institutionen geeignet: „Freiheit und Demokratie brauchen die Mitwirkung der Menschen.“

Impulse genug für eine angeregte Aussprache. Roswitha Käker, die häufig Sozialschwachen gegenübersitzt, betonte, Freiheit sei eng mit sozialer Sicherheit verbunden. Ein Gedanke, den auch Stefanie Drese aufgriff: „Für sein Lebensglück braucht jeder soziale Sicherheit.“ Bodo Wiegand-Hoffmeister forderte: „Die Menschen müssen in die Lage versetzt werden, von der Freiheit auch Gebrauch machen zu können!“

Werner Geske

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