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Frieda 23 wirbt für „Urban Gardening“ in der Hansestadt

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Frieda 23 wirbt für „Urban Gardening“ in der Hansestadt

Beim Aktionstag „Bunt bis Grün“ haben die Mitarbeiter von Karo AG und Heinrich-Böll-Stiftung Beete bepflanzt und über Projekte diskutiert

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Ira Borgstedt (18, li.) und Barbara Szuta (26) pflanzen Kräuter und Gemüse beim Aktionstag „Grün bis Bunt“.

Quelle: Philip Schülermann

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Stadt soll grüner werden – und bunter. Das ist der Wunsch der Frieda 23. Die Mitarbeiter im Kunst- und Medienzentrum in der Friedrichstraße möchten sich für „Urban Gardening“ (Urbanen Gartenbau) in der Stadt stark machen. Und der fängt auf dem eigenen Hof an. Dort haben Ira Borgstedt (18) und viele Helfer am Montag Hochbeete bepflanzt.

Bei dem Aktionstag „Grün bis Bunt“ haben sie über das Begrünen und Bewirtschaften der Stadt diskutiert und sich ausgetauscht.

Mit Harke und Schaufel bewaffnet legen Ira Borgstedt und Barbara Szuta (26) eines der Hochbeete aus Holz an. Ira ist Praktikantin bei der Heinrich-Böll-Stiftung und der Aktionstag ihr Projekt.

Barbara arbeitet bei der Karo AG. „Wir pflanzen Kräuter und Gemüse“, sagt Ira. „Zitronenverbene, Zitronenmelisse, Thymian und auch Knoblauch.“ „Wir wollen ,Urban Gardening’ nach Rostock bringen“, sagt Barbara Szuta. „Es geht aber auch darum, bewusster zu leben“, ergänzt Ira. Dass man – und was man – alles pflanzen kann, sollen die Rostocker sehen. Und so soll das Thema Gärtnern in der Stadt populärer werden.

Die „Essbare Stadt“ möchten die Grünen in der Stadt einführen. Die Idee ist einfach: Statt zum Beispiel einer Birke, wird ein Apfelbaum gepflanzt, von dem sich alle bedienen können. Anderenorts in der Stadt wird Gemüse gepflanzt oder werden Kräuterbeete geschaffen. Die Idee ist nicht unumstritten. Zuletzt wurde sie in den Ortsbeiräten vorgestellt und traf dort nicht nur auf Wohlwollen, sondern auch auf etwas Belustigung. Beim Aktionstag sollte es auch um solche Vorbehalte und die ökologische und soziale Idee hinter „Urban Gardening“ gehen.

Am Ende des Aktionstages hat die Frieda 23 noch den Film „Sprechende Gärten“ gezeigt und im Anschluss über mögliche Gartenprojekte in der Stadt diskutiert. Mit auf der Bühne: Grünamtsleiterin Ute Fischer-Gäde, Juliane Bäthge, Projektinitiatorin des Campusgartens Südstadt, und Daniel Daedlow, Mitglied des Interkulturellen Gartens in Rostock. Es ging um neue Konzepte, einer jünger werdenden und wachsenden Stadt, Zuständigkeiten und Prozesse bei Grünflächengestaltungen und darum, wie grün Rostock tatsächlich ist. Es gebe immer weniger Freiflächen zur Gestaltung.

phs

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