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Fröhliches Segler-Fest: Die Sail trotzt Regen und Terror-Gefahr

Rostock Fröhliches Segler-Fest: Die Sail trotzt Regen und Terror-Gefahr

Das größte Volksfest des Landes lockte rund eine Million Besucher an die Warnow / Polizei hatte Sicherheitsmaßnahmen verschärft / OB Methling: Wollen noch internationaler werden

Rostock. Eine Million Besucher an Land, 180 große Schiffe auf See und mehr als 11000 kleine (Papier-)Boote im Stadthafen: Die Hanse Sail in Rostock hat einmal mehr ihren Ruf als größtes Volksfest im Land und größtes Treffen von Traditionsseglern bestätigt. Einen neuen Gästerekord können die Macher zwar nicht vermelden, aber etwas anderes ist Sail-Chef Holger Bellgardt wichtig: „Die Sail war so entspannt wie nie.“ Und das sei angesichts der kritischen Weltlage die beste Nachricht der vier tollen Tage an der Warnow.

 

OZ-Bild

Elisa Schwark verteilt vor dem Start die OZ-Schiffchen.

Quelle: Ove Arscholl

Denn die Terror-Gefahr auch in Deutschland hatte Polizei und Veranstalter im Vorfeld in Atem gehalten. Am Freitag hatte das Landeskriminalamt in Rostock noch die Wohnung einer Tschetschenin (24) durchsucht – wegen angeblicher Terrorgefahr. „Wir hatten die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Segelfest deutlich verschärft“, sagt Yvonne Hanske, Sprecherin der Rostocker Polizei. Rund ein Drittel mehr Polizisten als in den Vorjahren waren im Einsatz. Weniger als 35 Anzeigen – die meisten wegen Beleidigung, kleinerer Diebstähle oder Schlägereien – gingen bei der Polizei ein. Der kurioseste Fall: Ein Händler hatte billigen Rum in Flaschen namhafter Hersteller umgefüllt. Das fiel den Gästen auf, gegen den „Rum-Panscher“ wird nun wegen Betruges ermittelt. Ansonsten blieb es ruhig – auch am Sonnabend, als allein vor der NDR- Bühne fast 8000 Menschen mit Philipp Dittberner feierten. „Uns ist die Gratwanderung zwischen verstärkter Polizeipräsenz und fröhlichem Volksfest gelungen“, so Hanske.

Das kann Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) nur bestätigen: „Wir haben sowohl die echten Wetterlagen – die kleineren Regenschauer – als auch die politischen gemeistert. Es war eine friedliche und eine fröhliche Sail.“ Sein persönlicher Höhepunkt: „Wir hatten erstmals zwei Schiffe der japanischen Marine zu Gast – samt einer 450-köpfigen Delegation. Sogar in Fernost macht sich die Sail einen Namen.“ Methling will die Beziehungen vertiefen – und japanische Großsegler, etwa den Viermaster „Nippon Maru“, an die Warnow locken.

„Die Sail soll noch internationaler werden. Wir wollen über die Ostsee und Europa hinaus für das Fest werben. In Asien und auch in Südamerika“, kündigte Methling an. In diesem Jahr nahmen um die 180 Schiffe aus elf Nationen teil. „2018 – zum 800. Stadtjubiläum – wollen wir Delegationen aus allen ,Marine-Hauptstädten’ der Welt einladen.“ Rostock ist in Deutschland Sitz des Marine-Oberkommandos.

Sail-Chef Bellgardt blickt jetzt auf die 27. Hanse Sail im Jahr 2017: „Der Dampfeisbrecher ,Wal’ aus Bremerhaven ist das erste Schiff, das sich schon fest angemeldet hat. Und wir erwarten eine ganze Armada von Großseglern aus der Partnerstadt Stettin.“ Seite 2 und Lokales

OZ-Papierflotte begeistert

11 347 Schiffe gingen bei der Premiere der OZ-Papierboot-Regatta zur Hanse Sail an den Start. Die Schiffchen waren von Lesern gebastelt worden und wurden beim Segelfest zu Wasser gelassen. „Menschen aus dem gesamten Nordosten haben mitgeholfen, die Sail 2016 zu etwas Besonderem zu machen“, schwärmt der Macher des Segelfestes, Holger Bellgardt. Schon jetzt steht fest: 2017 soll die Papierschiff-Flotte noch größer werden. Lokales

Andreas Meyer

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