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Frühjahrsputz: Rostock beteiligt sich an europaweiter Aktion

Stadtmitte Frühjahrsputz: Rostock beteiligt sich an europaweiter Aktion

„Let’s Clean Up Europe“ sensibilisiert Menschen für das Thema Vermüllung

Stadtmitte. Frühjahrsputz in neuem Gewand: Jährlich vereinen sich Rostocker gegen illegale Abfallentsorgung und räumen ihre Stadt auf. In diesem Jahr beteiligt sich die Hansestadt erstmals an der europaweiten Initiative „Let’s Clean Up Europe“, welche durch den Verband kommunaler Unternehmen (VKU) deutschlandweit gebündelt wird. „Auch wenn der Frühjahrsputz grundsätzlich keine neue Thematik für Rostock ist, erhoffen wir uns durch die Beteiligung neue Aufmerksamkeit“, sagt Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). Das Ziel: Noch mehr Menschen auf die Straße locken.

Vermüllung ist ein weltweites Problem. Auch die Hansestadt ist betroffen. „Wir müssen nur mal etwas Sand in Warnemünde in die Hand nehmen. Dort finden wir kleinste Partikel Plastik.“ Und die Ursachen liegen beim Menschen. „Mülleimer werden nicht immer ordnungsgemäß genutzt.“ Unverständlich, da Rostock schon eine Rundumversorgung biete.

„Das ist eine Besonderheit“, bestätigt Henning Möbius, Geschäftsführer der Stadtentsorgung. Im Gegensatz zu anderen Orten im Landkreis sind die Beantragung von Containern und Sperrmüll in der Abfallgebühr enthalten. „Dabei gibt es keine Begrenzungen im Jahr.“ Das sei höchst ungewöhnlich. „Wir sind immer da. Uns muss nur Bescheid gesagt werden.“ Achtlos weggeworfener Müll sei jedoch immer ein Problem im städtischen Raum. „Gerade im Sommer wird am Stadthafen viel gegrillt und vor allem liegen gelassen.“ Auch wenn schon viele Rostocker ein Umweltbewusstsein entwickelt haben, müssen noch mehr für die Thematik Vermüllung sensibilisiert werden.

„Seit 14 Jahren beteiligen sich jedes Frühjahr bis zu zwölf Stadtteile mit oftmals mehr als 200 Einwohnern an den Aufräumaktionen“, so Matthäus. Dabei kommt pro Aktion etwa eine Tonne Müll beisammen.

„Das ist eine beachtliche Menge“, sagt Thomas Schmidt vom Amt für Umweltschutz. Begonnen haben die Aktionen 2003, als die Schmarler ihren Stadtteil für die Internationale Gartenbauausstellung (Iga) herausputzen wollten. „Seitdem gibt es kontinuierlich Aufräumaktionen.“ Zwölf stehen in diesem Jahr schon fest. „Die Liste ist noch nicht geschlossen.“

Das Schöne an den Aktionen sei, dass sich viele Kindertagesstätten daran beteiligen. „So werden auch die Kleinsten mit eingebunden und hoffentlich nachhaltig sensibilisiert“, sagt Schmidt. Ronald Kaltwasser, Veolia-Niederlassungsleiter MV, ist stolz auf die jahrelange Zusammenarbeit. „Die Verschmutzung unserer Umwelt ist eine Katastrophe. Solche Aktionen müssen unterstützt werden.“ Zusammen mit der Stadtentsorgung stellt Veolia Großcontainer für die Abfallentsorgung sowie zusätzliche Reinigungsleistungen mit Kehrmaschinen und Abfallsaugern für die Aktionen zur Verfügung.

Neben dem Frühjahrsputz umfasst die Konzeption Ordnung und Sauberkeit der Hansestadt Rostock noch weitere Maßnahmen zur Verbesserung. Eine davon ist der erstmals ganzjährige Einsatz von einem Radwegewart. „Bisher war dieser nur von März bis September tätig“, erklärt Henning Möbius. Nun ist Daniel Barten immer unterwegs. „Das ist eine ganz schöne Umstellung. Vor allem in den vergangenen Monaten war es oft sehr kalt“, berichtet der 34-Jährige. 12000 Kilometer legt Barten im Jahr auf seinem Elektrorad zurück. Zu seinen häufigsten Aufgaben zählt die Beseitigung von Glasscherben.

„Pro Jahr kommt rund eine Tonne zusammen“, so Möbius. Andere Aufgaben sind die Meldung von Beschädigungen an den Radwegen oder das Wegräumen von Ästen. „Das mache ich aber nicht selbst.“ Der Radwegewart leite die Information weiter.

Pauline Rabe

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