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Frühlingsstart: Schon türmt sich der Müll auf den Plätzen

Rostock Frühlingsstart: Schon türmt sich der Müll auf den Plätzen

In Rostock hat es besonders den kleinen, versteckten Jacobikirchplatz im Herzen der Stadt getroffen. Anwohner und Kirche sind traurig. Die Stadtentsorgung verstärkt ab sofort insgesamt die Reinigung in der Hansestadt.

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Auf dem Jacobikirchplatz in Rostock zwischen Pädagogien- und Apostelstraße lag nach dem Wochenende besonders viel Müll – eine Party war wohl die Ursache.

Quelle: André Wornowski

Rostock. Er ist eine grüne Oase, ein Ort der Ruhe, Besinnung und Versöhnung: Am Montag glich der Jacobikirchplatz im Herzen Rostocks jedoch einer Müllhalde. Plastiktüten, Flaschen und Essensreste lagen auf dem Rasen der Gedenkstätte verteilt. Anwohner sind schockiert. „Es ist ja okay, wenn die jungen Leute hier zusammensitzen und grillen. Aber sie sollen dann auch ihren Müll mitnehmen und nicht so ein Schlachtfeld hinterlassen“, sagt Brigitte Schulz (46).

Für Innenstadtpastor Tilman Jeremias ist das Problem nicht neu. „Es ist nicht das erste Mal, dass sich einige so verhalten, dass andere den Platz nicht mehr nutzen wollen. Wir als Kirche sind traurig darüber“, so Jeremias. „Inakzeptabel“, nennt Ortsbeiratschef Werner Simowitsch (Linke) die Situation. „Wir müssen dem Problem nachgehen und mit den Leuten reden, die das gemacht haben. Das tut ja sonst keiner.“

Auch an anderen Orten Rostocks waren Montagfrüh noch die Folgen des ersten sommerlichen Wochenendes in diesem Jahr zu sehen. Auf den Stufen am Stadthafen und auf der Holzhalbinsel hatten die Mitarbeiter der Stadtentsorgung reichlich zu tun. „Das gute Wetter hat viele hinausgetrieben, die nicht die vorhandenen Müllbehälter nutzen. Das ist ein grundsätzliches Problem“, sagt Steffen Böhme, Sprecher der Rostocker Stadtentsorgung. 

Böhme betont: „Sind die Menschen mehr draußen, nimmt die Verschmutzung zu.“ Von April bis Oktober seien nun Abfallsauger und Handreiniger im Einsatz, um den Kleinstmüll von der Straße zu schaffen. Auch sei der Radwegewart wieder aktiv.

Für manche sind jedoch überfüllte Mülleimer das Problem. „Das fällt mir oft am Doberaner Platz auf“, sagt zum Beispiel Martin Prelle aus der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Entweder die Mülleimer würden zu selten geleert – oder es gebe zu wenig von ihnen. „Es muss sich niemand wundern, dass der Müll irgendwohin geworfen wird, wenn die Mülleimer voll sind“, so Prelle.

Von Wornowski, André

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