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Für fünf D-Mark gab‘s in der Jägerhütte einen Platz

Rostock Für fünf D-Mark gab‘s in der Jägerhütte einen Platz

Barnstorfer Wald Die Gaststätte Jägerhütte hat am Sonnabend ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Im rustikalen Waidmanns-Ambiente wurde der wechselhaften Geschichte gedacht.

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Wirtin Sybille Valentin (Mitte) sorgte mit den Jagdhornbläsern und DJ Fank Semberg für gute Laune.

Die Gäste schätzen noch heute vor allem die Gemütlichkeit. Vor allem diese, neben dem Genuss von traditionellen Wildgerichten, stand auch am Sonnabend im Mittelpunkt. So traf beispielsweise Jens Andrasch zufällig seine ehemalige Lehrerin Waltraud Krüger nach Jahrzehnten wieder, als er sich im gut gefüllten Gastraum an ihren Tisch setzte. „Früher hieß es überall: Bitte warten, Sie werden platziert“, erinnert er an die sozialistischen Zeiten. Damit sei heute, Gott sei Dank, Schluss.

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Besitzer Rolf Herbrich (v.l.) feierte in Familie mit Lennox-Paul , Nadine und Gisela kräftig mit.

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„Früher war es hier brechend voll. Das Kümmelbrot wurde auf langen Schiebern über die Köpfe der Menschen hinweg zu den Plätzen transportiert“, erzählt Krüger. Darauf verwies auch Wirtin Sybille Valentin. „Aber wer den kleinen Trick mit den fünf D-Mark kannte, kam auch trotz voller Jägerhütte zu einem Platz“, schwelgt sie spitzbübisch in Erinnerungen. Valentin, betreibt das Restaurant seit 18Jahren und ist, wie die Besitzerfamilie Herbrich versichert, die gute Seele des Ladens mitten im Wald. Und so vergaß die Chefin auch nicht, an ihre Vorgänger zu erinnern. Besonders an Bodo Herbert, der einst das kulinarische Aushängeschild, die „scharf geschossene Rostocker Heidesuppe“, erfand. Die Jägerhütte würde ihrem rustikalen Waidmannsimage nicht gerecht werden, wenn am Ende der Geburtstagsrede von Chefin Valentin nicht noch ein zünftiger Trinkspruch stehen würde. Mit den Worten: „Der Kopf tut weh, die Füße stinken, höchste Zeit, den Sekt zu trinken“, hob sie, zur Freude der Gäste, das Glas.

Fast so lange wie Valentin ist ihr Unterhaltungschef DJ Franz Semberg dabei. Mit seiner Chefin teilt er die Leidenschaft für Afrika und die Musik des schwarzen Kontinents. Und so kommt es auch, dass mehrmals im Jahr Afrika-Abende exotisches Flair in die Jägerhütte zaubern. Karsten Wilke

 

 

OZ

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