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GUTEN TAG, LIEBE LESER

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Oft ist es zu viel des Guten

Früher standen wir Schlange, weil es nichts gab. Heute, weil es zu viel gibt. Wie in meinem Lieblingsbäcker. „Einen Kaffee, bitte“, bat artig die Kundin vor mir. „Filterkaffee? Milchkaffee? Kaffee Latte? Cappuccino? Kaffee Creme?“, konterte die Verkäuferin. „Filterkaffee“, bat die Frau demütig. Half aber nichts. „Einfach oder Hauskaffee?“, ging die Fragerei weiter. „Einfachen Filterkaffee“, sagte die Kundin. „Klein? Mittel? Groß?“, setzte die Verkäuferin das Verhör fort. „Mittel“, sagte die Kundin, nun kurz angebunden, und öffnete ihre Tasche. Möglich, dass sie ihr Portemonnaie suchte, um den Einkauf abzukürzen. Ich glaube aber, sie kramte nach dem Personalausweis, weil sie fürchtete, weitere Angaben machen zu müssen. Tatsächlich setzte die Bäckerin die Befragung fort: „Frisch gemahlen?“ — „Ja.“ — „Milch?“ — „Ohne.“ — „Aroma?“ — „Nein.“ Antworten wie Pfeilspitzen. „Hier trinken oder außer Haus?“ — „Hiieeer“, flehte die Frau. Endlich stellte die Verkäuferin eine Tasse unter die Maschine. Und fragte weiter: „Was kommt dazu?“ Die Antwort war ein gequälter Seufzer: „Bitte, bitte, nichts.“

OZ

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