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GUTEN TAG, LIEBE LESER

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Kurzer Weg zum Tulpenbeet

Es ist wohl etwas in den vergangenen Tagen untergegangen in den Regenfällen — vermischt mit Graupel und Wind: die Entwicklung der Natur. Darauf hatten wir nicht so recht das Augenmerk. Jeder war froh, wenn er wieder im Warmen saß. Und nun, nun reden alle von der beginnenden Spargelsaison und der gedeihlich wachsenden Petersilie. All das ist nicht nach dem Geschmack von Fred Ibold, Bürgermeister in der Stadt Tessin. Einen Blick müsse man jetzt haben für die Pracht der Tulpen, wie sie nun blühen und ihre Farben den Frühling ankündigen — in einem besonders eklatanten Maße natürlich in der Kommune Tessin, die weder Kosten noch Kraft scheut, an jedes freie Plätzchen Tulpen zu pflanzen. Jawoll, sagt der Bürgermeister, mit solchen Anpflanzungen kann man auch noch sparen, nämlich die Reise nach Amsterdam, wo solche Blumen auch in Massen produziert werden. Und welchen Grund hat es, dass wir nicht reisen müssen? Ganz einfach: „Die Tulpe ist meine Lieblingsblume“, sagt Ibold.

OZ

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