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Gedenken an Mehmet Turgut

Morde Gedenken an Mehmet Turgut

Vor zwölf Jahren wurde ein junger Mann an einem Imbiss-Stand ermordet

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Mustafa Turgut (l.) und Yadim Almaz trauern um ihren ermordeten Bruder und Vetter Mehmet Turgut. Vor zwölf Jahren wurde er hier erschossen. Mehr als 100 Menschen kamen am Donnerstag zum Gedenken.

Quelle: Ove Arscholl

Toitenwinkel. Zum zwölften Todestag haben gestern mehrere Rostocker des 2004 ermordeten jungen Türken Mehmet Turgut im Neudierkower Weg gedacht. Der Imbissverkäufer gehört zu den neun Opfern türkischer und griechischer Herkunft, die deutschlandweit durch Terroristen des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet wurden. Ermittlungen zufolge hatten die NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt ihn mit mehreren Schüssen getötet. Am Tatort war vor zwei Jahren das Mahnmal zur Erinnerung an Mehmet Turgut eingeweiht worden. Es besteht aus zwei sich versetzt gegenüberstehenden Betonbänken mit Inschriften in deutscher und türkischer Sprache.

Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke) warnte gestern bei der Gedenkveranstaltung vor einem Wiederaufleben von Rassismus. „Die alte Naziideologie, dieser Rassismus, ist in der Bundesrepublik wieder aktuell. Die Neofaschisten sind längst wieder gesellschaftsfähig. Ihr Rassismus erträgt die Idee von menschlicher Vielfalt nicht. Das war zum Zeitpunkt des Attentats so, und ist es heute gleichermaßen“, sagte Nitzsche. Er forderte, in Rostock eine Gedenkkultur zu schaffen, die die demokratischen Kräfte langfristig einbindet. „Die Demokratie lebt nur vom Hinsehen und Mitmachen.“

An der Gedenkfeier nahmen gestern rund 100 Menschen teil, darunter Turguts Bruder Mustafa Turgut sowie sein Vetter Yadim Almaz. Die Gedenkfeier wurde von der Hansestadt Rostock gemeinsam mit der Initiative „Mord verjährt nicht“ vorbereitet.

 



Ove Arscholl

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Rostock
Zum zwölften Jahrestag der Ermordung von Mehmet Turgut hat am Donnerstag die Initiative «Mord verjährt nicht!» zu einem öffentlichen Gedenken am Tatort in Rostock aufgerufen.

Der Rostocker Bürgerschaftspräsident forderte am Donnerstag zum zwölften Jahrestages der Ermordung von Mehmet Turgut eine demokratische Gedenkkultur von Hinsehen und Mitmachen.

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