Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Geduld

Geduld

Und der Tod ist das Schlimmste – so erleben es viele, die einsamer geworden sind durch den Verlust eines geliebten Menschen. Wie das wirklich ist, weiß man erst, wenn es einem selbst geschieht.

Und der Tod ist das Schlimmste – so erleben es viele, die einsamer geworden sind durch den Verlust eines geliebten Menschen. Wie das wirklich ist, weiß man erst, wenn es einem selbst geschieht.

Plötzlich stellen sich dann bisher unbekannte Fragen. Wohin gehen Verstorbene? Gibt es für sie etwas nach dem Tod oder ist da das Nichts? Werden sie von Engeln empfangen oder ist da einfach nur ein dunkles Loch? Und Trauernde fragen sich, ob es noch einen „Draht“ gibt zu denen, die uns vorausgegangen sind. So manche Gespräche werden an den Gräbern leise oder laut geführt. Von außen betrachtet sind es Selbstgespräche, aber es steht uns nicht zu, das zu beurteilen. Durch den Tod eines geliebten Menschen ändert sich das eigene Leben unfreiwillig. Ein Gesprächspartner fehlt, ein Begleiter und jemand, der Teil des bisher gelebten Lebens war. Das Dunkle des Todes kann dann seine Schatten in das Leben werfen.

Der „Totensonntag“ übermorgen ist in der christlichen Tradition eine Erwiderung auf solche Schatten.

An diesem Tag werden nicht nur die Namen der im vergehenden Jahr Verstorbenen genannt. Die Zuversicht, dass der Tod uns nicht aus dem Licht Gottes vertreiben kann, lässt uns ein Licht für jeden Einzelnen anzünden. Der Tod kann zwar Schatten werfen, aber nur weil hinter ihm Licht ist.

Die am kommenden Sonntag entzündeten Kerzen sind auf diesem Hintergrund Zeichen der Hoffnung. Damit der Tod nicht das Schlimmste bleibt, soll diese Hoffnung Wurzeln in uns schlagen können. Die Grundlage dafür können stille Minuten auf dem Friedhof oder in der Kirche sein. Den Ausblick über alles hinaus aber wollen die vier nacheinander entzündeten Kerzen im Advent öffnen. Die Adventszeit will uns in der nötigen Geduld üben, bis der Schatten nicht mehr auf uns liegt. Dann kann Weihnachten werden in einem Licht, das wir nicht selbst machen müssen.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Schönberg
Schönberger Büromöbel stehen auch in Nordamerika.

Mitarbeiter schieben Überstunden / Lkw-Fahrer dringend gesucht

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Siegesserie der Griffins reißt gegen den Tabellenletzten

American Footballer aus Rostock unterliegen den Lübeck Cougars mit 17:35