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Gefährlich schmale Straße: Sorge um Schulkinder

Südstadt Gefährlich schmale Straße: Sorge um Schulkinder

Die Joseph-Herzfeld-Straße soll sicherer werden / Verwaltung reagiert zögerlich

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Es herrscht dort ein Unsicherheitsgefühl. Unfälle gab es nicht.Dörte Lembke Sprecherin Polizei Rostock

Südstadt. . Nur gut 350 Meter lang ist die Joseph-Herzfeld-Straße, etwas mehr als ein Auto breit. Eng wird es aber vor allem, wenn neben ihnen Radfahrer auf der schmalen Straße unterwegs sind – meistens sind es Kita- und Grundschulkinder. Dabei sollte Autoverkehr dort gar kein Thema sein, die Straße ist eigentlich ein Fußgängerweg, der in Ausnahmefällen befahren werden dürfte.

OZ-Bild

Die Joseph-Herzfeld-Straße soll sicherer werden / Verwaltung reagiert zögerlich

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Dennoch: Eltern nutzen ihn als Zubringer, zum Beispiel um ihre Kinder zur Juri-Gagarin-Grundschule zu bringen. Und die meisten fahren schneller als die erlaubte Schrittgeschwindigkeit. Kristin Schröder (Linke), Ortsbeiratsvorsitzende in der Südstadt, will dort für Sicherheit sorgen, doch seit Jahren tut sich nichts. Sie möchte dort einen Gehweg bauen lassen, damit alle sicher ihr Ziel erreichen.

Neu ist die Idee nicht. Bereits im April beklagten Kita- und Schulleitung sowie Ortsbeirat, dass es an der Straße zu gefährlich sei. Sie begrüßen, dass die Diskussion jetzt wieder angeschoben worden ist. Seit 20 Jahren gebe es Begehungen, ohne dass etwas geschehen sei. Anwohner zeigten indes sogar Verständnis: Angesichts des Schilderwaldes (26 Schilder stehen auf den wenigen hundert Metern) verlören einige Autofahrer den Überblick. Die Polizei bestätigt das.

Die Polizei halte die Joseph-Herzfeld-Straße für eine sehr kritische Stelle in der Südstadt, berichtet Kristin Schröder von Gesprächen mit Norbert Müller, dem Kontaktbeamten in der Südstadt.

Zu Stoßzeiten fahren und halten in der schmalen Straße bis zu sechs Autos gleichzeitig, dazwischen sind Kinder auf dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Parkmöglichkeiten für die Eltern gebe es auch nur wenige, so Schröder. Links und rechts ist kaum ein Ausweichen möglich, Böschung und Bordsteine verhindern, dass sich Rad und Auto Platz machen können. „Bisher ist glücklicherweise noch nichts passiert“, sagt Kristin Schröder. Aber es sei schon mal ein Kind gestürzt, weil es angesichts der Enge unsicher geworden sei.

Darin, dass dort Gefahren lauern, scheinen sich alle einig zu sein. „Es herrscht ein Unsicherheitsgefühl“, sagt Dörte Lembke, Sprecherin der Polizei Rostock. Aber an der Stelle habe es bisher keine entsprechenden Unfälle gegeben – lediglich einen Parkunfall im Januar 2015. Dieses Jahr sei gar nichts passiert. „Der Schilderwald trage aber keinesfalls dazu bei, dass das Unsicherheitsgefühl aller kleiner wird“, sagt sie. Dort müsse etwas passieren. „Es kommt immer wieder zu Beschwerden“, teilt Ulrich Kunze, Rostocks Stadtsprecher, mit.

Stadt, Polizei und Ortsbeirat haben sich unlängst die Gefahrenstelle gemeinsam angesehen. „Es gab eine Ortsbegehung“, bestätigt Dörte Lembke. Mit dabei waren auch Vertreter der Verwaltung. „Sie haben sich sehr bedeckt gehalten“, sagt Schröder, betont aber: „Es ist aber auch nicht so, dass sie nichts macht.“ Sie habe schließlich dafür gesorgt, dass Schilder die Durchfahrt verbieten. „Das bringt nur leider nichts, wenn sich niemand daran hält“, bedauert Schröder. Die Stadt prüft nun, ob die Beschilderung geändert wird, damit sie eindeutiger ist. Die Gefahr „ist schon seit Jahren Thema“, sagt Kristin Schröder. Der nächste Schritt: Für die Sitzung im Januar hat sie Heiko Tiburtius, Leiter des Amtes für Verkehrsanlagen, eingeladen, um für Lösungen zu werben.

Frei für Fußgänger – Durchfahrt verboten

Ein blaues Schild mit Mutter und Kind darauf verbietet das Durchfahren. Das gilt auch für Radfahrer. Ausgenommen sind Kinder bis zehn Jahre. Der Weg darf nur von Fußgängern benutzt werden.

Schritttempo müssen Autofahrer fahren, wenn sie von einer möglichen Ausnahme, gekennzeichnet mit einem Zusatzschild, Gebrauch machen dürfen. Mögliches Bußgeld :

5 bis 35 Euro.

Philip Schülermann

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