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Gehlsdorfer Brücke: SPD und Grüne für Machbarkeitsstudie

Stadtmitte Gehlsdorfer Brücke: SPD und Grüne für Machbarkeitsstudie

Die SPD wollte ursprünglich eine klare Entscheidung für den Bau / Nun sollen Bedenken der Wassersportler berücksichtigt werden / Rostocker sind uneins

Stadtmitte. Der Brückenschlag von der Innenstadt nach Gehlsdorf wird wohl noch eine Weile auf sich warten lassen. Eigentlich sollte heute der Stadtplanungsausschuss über einen SPD-Antrag mit einem klaren Bekenntnis zu einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Warnow beraten. Doch dieser Tagungsordnungspunkt wird wohl vertagt. Die Grünen wollen stattdessen gemeinsam mit der SPD einen abgemilderten Antrag einbringen. Darin ist nur noch von einer Machbarkeitsstudie die Rede.

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Die SPD wollte ursprünglich eine klare Entscheidung für den Bau / Nun sollen Bedenken der Wassersportler berücksichtigt werden / Rostocker sind uneins

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Vom Beschluss zur Machbarkeitsstudie

Ursprünglicher Antrag: „Die Bürgerschaft spricht sich für die zeitnahe Errichtung einer barrierefreien Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Warnow ... aus.“

Neu: „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Errichtung einer Fußgänger- und Fahrradbrücke im Stadthafen zu prüfen.“

Ein Grund für den Teilrückzieher ist wohl der Gegenwind, den die Brückenpläne bei den Seglern ausgelöst haben. „Wir wollen auf die Bedenken eingehen und die Menschen mitnehmen“, sagte gestern Grünen-Fraktionschef Uwe Flachsmeyer. „Auch nach dem Bau der Brücke muss es möglich sein, die Hanse Sail zu veranstalten und dass die Segler ihrem Hobby nachgehen können.“

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Steffen Wandschneider drängt zwar einerseits zur Eile: „Derzeit gibt es noch gute Fördermöglichkeiten für eine Brücke, dieses Zeitfenster sollten wir ausnutzen.“ Aber er meint auch: „Die Diskussion über die Brücke dauert schon Jahrzehnte, da kommt es auf einen Monat nicht an.“

Wie eine Brücke aussehen soll und ob sie überhaupt gebaut wird, darüber ist sich die Politik keineswegs einig. Die Vorsitzende des Ortsbeirats Kröpeliner-Tor-Vorstadt, Anette Niemeyer (Rostocker Bund) sagt etwa: „Dass die Anbindung verbessert werden muss, steht außer Frage. Aber wir müssen alle Varianten prüfen. Sich schon jetzt auf eine Brücke festzulegen, wäre ein vorweggenommenes Ergebnis dieser Debatte.“

Es gibt auch den Vorschlag, die Straßenbahn über die Brücke fahren zu lassen. Dieser Idee erteilt der Grüne Flachsmeyer eine klare Absage: „Das würde die Brücke viel teurer machen und viel mehr Fläche verbrauchen.“ Ohne Straßenbahn rechne er mit Kosten von unter zehn Millionen Euro.

Auch die Bürger haben durchaus unterschiedliche Ansichten über Sinn und Zweck einer Warnowbrücke: Morten Beckmann (20) aus der KTV hält die Idee nicht für sinnvoll: „Ich finde es nicht schlecht, wenn wir eine kleine Abgrenzung nach Gehlsdorf haben. So haben auch die Gehlsdorfer ihre Ruhe. Mit der Brücke würde sich zu viel von und nach Gehlsdorf verlaufen“, sagt er.

Anderer Meinung ist Lucy Cathrow (38): „Eine Brücke nach Gehlsdorf wäre toll. Ich gehe dort gern mit meinem Sohn ins Schwimmbad. Dann könnten wir zu Fuß oder mit dem Fahrrad dahin kommen.“ Bernd Scholz (59) hat einen positiven Eindruck von den Plänen: „Für die Gehlsdorfer wäre eine Brücke super. Dann müssen sie nicht ständig mit der Fähre oder mit dem Auto fahren, um in die Innenstadt zu kommen.“

Katharina Rathay (69) flaniert gern am Gehlsdorfer Ufer. „Ich finde es sehr schön in Gehlsdorf. Mit dem Bau der Brücke könnte ich dort viel häufiger spazieren gehen. Das würde mir sehr gut gefallen.

In letzter Zeit war ich nur selten dort.“

Axel Büssem und Marten Vorwerk

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