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Gehlsdorfer wollen Kirchenplatz sicherer und schöner machen

Gehlsdorf Gehlsdorfer wollen Kirchenplatz sicherer und schöner machen

Das Ortszentrum soll zu einem zentralen Treffpunkt werden / Gleichzeitig müsse die Verkehrslage entschärft werden – Kinder, Senioren und psychisch Kranke seien gefährdet

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Der Ortsbeirat in Gehlsdorf will den Kirchenplatz als „grüne Oase“ bewahren.

Quelle: Ove Arscholl

Gehlsdorf. Es ist ihr Ortszentrum, ihre grüne Oase. Doch durch die viel befahrene Fähr-/Pressentinstraße ist der Kirchenplatz auch eine Gefahrenquelle für Kinder, ältere Menschen und psychisch Kranke – die Gehlsdorfer fordern daher eine Umgestaltung des Platzes. Der Ortsbeirat sammelt gerade mehrere Vorschläge dazu.

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Das Ortszentrum soll zu einem zentralen Treffpunkt werden / Gleichzeitig müsse die Verkehrslage entschärft werden – Kinder, Senioren und psychisch Kranke seien gefährdet

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Nach 15 Jahren wieder Wochenmarkt

Auf Wunsch vieler Anwohner gibt es nach 15 Jahren seit April wieder einen Wochenmarkt in Gehlsdorf. Dieser findet jeden Donnerstag von 13 bis 19 Uhr auf dem Kirchenplatz statt.

Es gibt frische, regionale Wurst- und Fleischwaren, Obst, Gemüse, Pflanzen, frische Eier, Bioprodukte, mediterrane Spezialitäten, Grillhähnchen, Fischwaren und Pasta- sowie Nudelprodukte.

Die notwendigen finanziellen Mittel für Planung und Umsetzung sollen bereits für 2017 genehmigt werden, so das Ziel der Gehlsdorfer. Schließlich würden die geplanten neuen Wohngebiete das Problem verschärfen. Fast 1000 zusätzliche Wohnungen sollen laut Ortsbeirat entstehen – was zu deutlich mehr Verkehr führen werde. „Wir wurden mehr als zehn Jahre lang vertröstet. Die Dinge sollten in Angriff genommen werden, wenn die Neubaugebiete kommen. Jetzt ist es so weit, jetzt muss auch was passieren“, sagt der Ortsbeirats-Vorsitzende Kurt Massenthe (UFR).

Der Rostocker Bauausschuss hat das Thema gestern jedoch vertragt. Bausenator Holger Matthäus (Grüne) zeigte sich überrascht vom Vorstoß der Gehlsdorfer: „Das Thema ist mir nicht bekannt. Bei uns liegen dazu auch keine Zwischen-Ergebnisse vor“, sagte Matthäus im Ausschuss. Spätestens im Juli soll es nun aber eine Besichtigung mit den Fachämtern und dem Ortsbeirat am Kirchenplatz geben. „Dann können wir die Fragen klären: Was sind die Wünsche? Und was können wir als Stadtverwaltung umsetzen?“, so der Bausenator.

Eine Wiese, ein paar Bäume, Sträucher, Bänke und ein Findling: So sieht der grüne Bereich des Kirchenplatzes in Gehlsdorf heute aus. Doch die Anwohner wollen einen zentralen Platz zum Treffen, an dem auch die Kultur nicht zu kurz kommt, sagt Ortsbeiratsmitglied Michael Hollmann (CDU). Er kann sich hier eine Art „Central Park“ vorstellen. Mit einem Symposium für Kleinkünstler und eine feste Bühne, die ganzjährig mit Strom versorgt werden kann. Auch eine Konzertmuschel sei denkbar. Bisher finden hier alle zwei Jahre das Kirchenfest und zwischendurch Feiern für Kinder statt. Dies reiche laut Hollmann aber nicht. Spielgeräte könnten aufgestellt werden. Und der Findling – ein Gedenkstein für die Opfer des Ersten Weltkrieges – könnte aus Sicht von Hollmann mal restauriert werden.

Insgesamt fordert der Ortsbeirat eine attraktive Durchgrünung und vielseitige Nutzungsmöglichkeiten.

Aber auch das Thema Sicherheit liegt den Gehlsdorfern am Herzen. Der Ortsbeirat will eine Verkehrsberuhigung erreichen. Kirche, soziale Wohneinrichtungen, zwei Einkaufsmärkte, zwei Bushaltestellen und nun seit April der temporäre Frischemarkt – der Kirchenplatz wird viel angelaufen. Und er ist ein Verkehrsknotenpunkt. Fährstraße, Klaus-Groth-Straße, Pressentinstraße, Toitenwinkler Weg und Schulstraße laufen hier zusammen. Besonders hoch sei der Gefährdungsbereich an der Kreuzung Toitenwinkler Weg und Schulstraße. Hier fehle ein Gehweg. Allgemein sei die Ecke Schulstraße/Kirchenplatz sehr unübersichtlich.

Auch der Lärmpegel soll gesenkt werden. Durch die Asphaltierung eines Teilbereichs der Klaus- Groth-Straße sollen die Lärmorientierungswerte im Nachtzeitraum eingehalten werden können.

Der Ortsbeirat wünscht sich insgesamt eine „funktionale und gestalterische Aufwertung“ dieses öffentlichen Bereichs, heißt es in einer Beschlussvorlage an die Bürgerschaft. „Es wird ein langer Weg“, sagt Ortsbeiratschef Massenthe zu den angestrebten Änderungen. „Wir wollen dabei viele Leute mitnehmen, die sich in die Gestaltung einbringen wollen. Was davon umgesetzt werden kann, müssen dann die Fachexperten entscheiden.“

André Wornowski

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