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Geld für neue Schulmöbel soll gestrichen werden

Stadtmitte Geld für neue Schulmöbel soll gestrichen werden

Der Investitionsbedarf für die Ausstattung der Schulen wurde halbiert / An Möblierung und Unterrichtsmitteln wird gespart / Eltern und Kommunalpolitiker protestieren

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Tische und Stühle in den Klassenräumen Rostocker Schulen müssen noch eine Weile durchhalten.

Quelle: ZB

Stadtmitte. Neues Schulmobiliar, moderne Fachraum-Ausstattung, weitere Sportgeräte, Lehr- und Unterrichtsmittel können sich einige Rostocker Schulen im nächsten Jahr abschminken. Der vom Schulamt für das Haushaltsjahr 2017 bezifferte Investitionsbedarf von rund 1,8 Millionen Euro wurde vom Finanzressort um die Hälfte gekürzt. Vor allem bei Schulmöblierung wurde der Rotstift angesetzt.

 

OZ-Bild

Es ist die Pflicht der Kommune, die Schulen ordentlich auszustatten.“ Barbara Cornelius (SPD)

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Wenn wir starke öffent- liche Schulen wollen, müssen wir sie gut ausstatten.“Karsten Kolbe (Linke)

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Es ist die Pflicht der Kommune, die Schulen ordentlich auszustatten.“ Barbara Cornelius (SPD)

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Schülerzahlen steigen

44 kommunal getragene und 18 freie Schulen gibt es in Rostock.

14500 Schüler lernen an allgemeinbildenden Schulen der Kommune, rund 4400 an Schulen in freier Trägerschaft. Dazu kommen 7500 Berufsschüler. Die Schülerzahlen steigen, 2017/18 werden gut 1000 Schüler mehr erwartet.

So wurde der Mehrbedarf von 158000 Euro für die Ausstattung des neuen Schulgebäudes der Kommunalen Gesamtschule Südstadt in der Erich-Schlesinger Straße aus dem Investitionsplan gestrichen. Für 50000 Euro sollten verschiedene Fachräume eingerichtet werden, 58000 Euro waren für Hard- und Software, Telefonanlage und Betriebstechnik vorgesehen, weitere 50000 Euro für die Möblierung der Klassenzimmer, Lehr- und Unterrichtsmittel.

Auch die Jenaplanschule, die aufgrund steigender Schülerzahlen seit diesem Jahr mit sechs Klassen Räume der Grundschule am Margaretenplatz nutzt, braucht für den neuen zweiten Standort am Wasserturm eine Ausstattung. Ein Bedarf von 124000 Euro wurde angemeldet – gestrichen. Die Borwinschule soll Musterschule für die standardgerechte Ausstattung mit Hard- und Software und Betriebstechnik werden, doch die nötigen 60000 Euro sind nicht eingeplant. 69000 Euro sind es für das Förderzentrum in Lütten Klein, das nach Evershagen ziehen wird: Kein Geld, um die alte Einrichtung zu ersetzen. Schulleiterin Regina Moscha kennt die Pläne nicht. Aber: „Der Umzug ist für Anfang 2018 geplant, dann muss die Ausstattung stehen“, erklärt sie.

„Die Schulschränke dort fallen zusammen, wenn man nur die Bücher rausnimmt“, ärgert sich Barbara Cornelius (SPD) über die Streichliste. „Es ist die Pflicht der Kommune, die Schulen ordentlich auszustatten und nicht mit Flickwerk zu versorgen“, empört sich die Vize-Chefin des Schulausschusses. Wie solle sie Jugendlichen Politik erklären, wenn diese ihnen nicht mal vernünftige Stühle und Tische zugesteht. Die SPD-Fraktion werde sich für eine deutliche Aufstockung der Mittel einsetzen.

Auch die Linke will die Investitionsstreichungen nicht hinnehmen. „Es gibt großen Nachholbedarf bei der Möblierung der Schulen“, betont Karsten Kolbe (Linke), Vorsitzender des Schulausschusses.

Gerade Grundschulen beklagten einen Mangel an höhenverstellbaren Tischen und Stühlen. „Wenn wir starke öffentliche Schulen wollen, müssen wir auch die Ausstattung dafür schaffen“, sagt Kolbe und kritisiert die „sehr intransparente Haushaltsaufstellung. Die Mechanismen sind zu hinterfragen.“

Beim Stadtelternrat stoßen die Streichungen auf völliges Unverständnis. „Für die gute Bildung unserer Kinder darf nicht am Umfeld gespart werden“, sagt die Vorsitzende Anja Ritter. Gerade beim Förderzentrum, das in den Nordwesten umziehen soll, und bei der Jenaplanschule, die für die neue Oberstufe am Wasserturm ein Gebäude bekommt, könnten die Umzüge in Gefahr geraten, wenn die Ausstattung noch nicht da ist. Der Elternrat werde sich gegenüber der Politik stark machen, dass die geplanten Investitionen nicht gestrichen werden, kündigt Anja Ritter an.

Der für Schulen zuständige Senator, Steffen Bockhahn (Linke), erklärt: „Die Bedarfe, die wir im Schulbereich für erforderlich halten, haben wir angemeldet.“ Das Finanzressort lässt mitteilen: „Sollte im Verlauf 2017 festgestellt werden, dass das vorhandene Budget nicht ausreicht, so wurde den Schulen avisiert, für die notwendigen finanziellen Mittel durch entsprechende Bewilligungen zu sorgen.“

Doris Kesselring

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