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Geldanlage: Investoren kaufen Rostocker Einkaufszentren

Lütten Klein Geldanlage: Investoren kaufen Rostocker Einkaufszentren

Nach dem Ostseepark und dem KTC steht nun in Lütten Klein ein Objekt für vier Millionen Euro zum Verkauf / Anleger sehen Rostock als guten Standort

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Der Ostsee-Park ist deutlich mehr als 100 Millionen Euro wert.

Lütten Klein. In Lütten Klein steht ein komplettes Einkaufszentrum zum Verkauf. Für 4,2 Millionen Euro, so das Angebot in Internetportalen, soll die Immobilie an der Stockholmer Straße den Besitzer wechseln. In Zeiten von niedrigen Zinsen werden Anlagen in Immobilien immer interessanter.

 

OZ-Bild

Das Kröpeliner-Tor-Center wechselte kürzlich den Besitzer.

Quelle:

Messe rund um Immobilien

Einmal im Jahr lädt die Ostseesparkasse (Ospa) zur Rostocker Hausbaumesse. Am 9. und 10. April können sich die Kunden im Ospa-Zentrum am Friedhofsweg rund um die Themen Bauen, Kaufen und Modernisieren informieren. 35 Aussteller präsentieren sich in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.

Hauptmieter an der Stockholmer Straße ist der Markendiscounter Netto. Dazu kommt auf einer Gesamtfläche von rund 8000 Quadratmetern ein Mix aus Einzelhandel und Gewerbe. Ein Pizza-Service hat sich dort eingemietet, aber auch Ärzte oder ein Bowling-Center sind zu finden. Einen Käufer sucht das Immobilienunternehmen goreal Rostock. „Es gibt Interessenten“, sagt Ralf-Peter Ullrich. Verkauft sei noch nicht, aber die Mietverträge wären fester Bestandteil des Geschäfts.

Vor allem die gesicherten Einnahmen — gegenwärtig rund 350000 Euro pro Monat — machten das Objekt für Anleger interessant. Die Gebäude entstanden 1994 und im Jahr 2013 wurde nach Vorgaben von Netto saniert. Dass solche Einkaufszentren auch mal den Besitzer wechseln, sei durchaus üblich, erläutert Ullrich. Erst im vergangenen Jahr fädelte das Unternehmen den Verkauf von drei Einkaufszentren ein, berichtet Ralf-Peter Ullrich. Aber: „Der Anlagemarkt ist leer gefegt.“

Das kann Helge Meyer, Leiter des Immobilienzentrums der Ostseesparkasse (Ospa) so zwar nicht ganz bestätigen, aber: „Es gib eine hohe Nachfrage.“ Und Geld sei genug da, auch in der Hansestadt.

In Zeiten niedriger Zinsen erscheine vielen die Anlage in Immobilien lohnenswert. Das große Interesse gelte sowohl für Wohnraum als auch für Gewerbeobjekte. Rostock sei von den Anlegern als interessanter Standort identifiziert worden — auch wegen der guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Prognose für wachsende Einwohnerzahlen, begründet Helge Meyer.

Selbst große internationale Anleger schauen nach Rostock, weiß Mathias Schubert, der sich bei der Ospa um die Gewerbe-Immobilien kümmert. In und um Rostock ist daher einiges in Bewegung. Erst im Oktober hatte Corpus Sireo den Ostseepark in Sievershagen gekauft. Der Immobilien-Konzern mit Sitz in Köln hat das größte Einkaufszentrum im Land von der Metro- Gruppe erworben. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Im Gespräch war im Herbst aber eine Summe von mehr als 126 Millionen Euro. Wenig später erwarb dann das Immobilienunternehmen Real I.S. für ihren speziellen Investmentfond Bayerische Grundvermögen das nächste große Center in der Stadt: das Kröpeliner- Tor-Center (KTC). Verkäufer war die Aberdeen Asset Management Deutschland AG.

Immer stärker gefragt seien aber auch Objekte, die sich eher in Randlagen befinden, so Mathias Schubert. Wie eben das Einkaufszentrum in der Stockholmer Straße. Die Preise stiegen wegen der großen Nachfrage in der Vergangenheit jährlich um zwei bis vier Prozent, berichtet er. Bei Gewerbeobjekten müssten pro Quadratmeter je nach Lage und Zustand bereits zwischen 600 und 1000 Euro gezahlt werden.

Das Geschäft mit dem „Betongold“ boomt, wie der Immobilienverband IVD vorrechnet. Auf den deutschen Immobilienmärkten sind im vergangenen Jahr 219,4 Milliarden Euro investiert worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des IVD auf Basis der vom Bundesfinanzministerium erhobenen Grunderwerbssteuer. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Erfassungen 1988 und gegenüber 2014 ein Anstieg um rund 24 Milliarden Euro beziehungsweise 12,3 Prozent.

Von Thomas Niebuhr

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