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Geldgeber gesucht: Ex-Kanutin will mit Fitness-Studio durchstarten

Schwarmfinanzierung Geldgeber gesucht: Ex-Kanutin will mit Fitness-Studio durchstarten

Silke Bull und Cornelia Fritzsche suchen über Crowdfunding-Kampagne Investoren für Bewegungszentrum / Besondere Sportgeräte fürs Rückentraining

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Silke Bull (49), Kanuweltmeisterin von 1990 und Inhaberin des ehemaligen Fitnsess-Studios Injoy-Med, will es noch mal wissen. Zusammen mit Cornelia Fritzsche will die Rostockerin durchstarten und ein Heil- und Bewegungszentrum aufbauen.

Quelle: Ove Arscholl

Schwarmfinanzierung. Ein Heil- und Bewegungszentrum, kurz HuBZ, soll im nächsten Jahr in der Hansestadt entstehen. Die ehemalige Kanuweltmeisterin von 1990, Silke Bull, will dieses Projekt zusammen mit Fitness- und Gesundheitscoach Cornelia Fritzsche umsetzen. Die Frauen wagen nach der Kündigung ihres etwas anderen Fitnessstudios Injoy-Med in der Deutschen Med vor eineinhalb Jahren einen Neuanfang.

OZ-Bild

Silke Bull und Cornelia Fritzsche suchen über Crowdfunding-Kampagne Investoren für Bewegungszentrum / Besondere Sportgeräte fürs Rückentraining

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Crowdfunder erhalten Dankeschön

wird die Aktion auch genannt, bei der eine Mindestkapitalmenge für das Projekt angegeben wird. Jeder Crowdfunder leistet nur einen geringen finanziellen Anteil und erhält dafür eine Gegenleistung, ein Dankeschön in Form von Trainingseinheiten, Sachleistungen, Gutscheinen oder ideellen Werten.

• www.startnext.com/hubz-rostock

„Wir wollen ein ganzheitliches Konzept für Bewegung, Entspannung und Ernährung anbieten“, sagt Silke Bull. So werden auch Heilpraktiker, Therapeuten und Ernährungsberater ins HuBZ einziehen. Im Mittelpunkt soll ein Rückenkompetenzzentrum mit ganz speziellen Sportgeräten stehen. „Der Kölner Sportwissenschaftler Dr. Wolff hat diese Geräte und dazu ein Trainingssystem entwickelt“, erläutert Bull, „mit denen wir arbeiten wollen.“

Für die Anschaffung der Gerätelinie suchen die Unternehmerinnen aus Rostock und Güstrow nun finanzielle Unterstützer. Sie haben deshalb eine Crowdfunding-Kampagne im Internet angeschoben, die am 29.

September gestartet ist. Bei der sogenannten Schwarmfinanzierung geben viele Personen Geld in den Topf, weil sie vom geplanten Projekt überzeugt sind. Bis gestern Abend waren es 43 Unterstützer, die 14026 Euro zusammengetragen haben. „Unser Ziel in dieser Crowd-Aktion sind 33000 Euro“, sagt die Trainerin und Heilpraktikerin. Bis zum 27. November läuft die Förderkampagne noch im Internet.

Die Rostocker Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock Business unterstützt die Unternehmerinnen bei der Suche nach einem geeigneten Standort. Ein Objekt in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt wurde gefunden, in der ehemaligen Olymp-Sportschule soll das HuBZ entstehen, wie Rostock Business mitteilt. Doch noch ist nach Angaben des Hauseigentümers der Mietvertrag nicht unterzeichnet.

Die Betreiberinnen des HuBZ hoffen jedoch auf eine schnelle Umsetzung ihres Vorhabens, sodass die Rostocker bald wieder ein etwas anderes Fitnessstudio nutzen können. Rund 700 Mitglieder, zu 60 Prozent Frauen, zählte Injoy-Med nach zehn erfolgreichen Jahren, als im Mai 2015 die Räume in der Deutschen Med durch den Vermieter gekündigt wurden. Die alten Sportgeräte sind inzwischen verkauft.

Die Mitglieder hielten ihrer Studio-Chefin „Bulli“ die Treue, halfen nicht nur beim Ausräumen, sondern ermunterten sie zum Weitermachen. Das hatte die einstige Leistungsportlerin auch immer vor. Sie hielt fest am Projekt der ganzheitlichen Betreuung. „Die Idee ist gut, der Kontakt zu früheren Mitarbeitern ist geblieben, dazu zählt ja auch Cornelia Fritzsche. Zusammen haben wir dann das HuBZ entwickelt“, erzählt die Ex-Kanutin.

Schon einmal hatte Silke Bull große Pläne. Als sich Ende 2014 der Auszug aus der Deutschen Med ankündigte, wollte die Trainerin mit ihrem Fitness-Studio zunächst in ein Übergangsobjekt in der Südstadt ziehen. Ab September 2015 wollte Bull dann ihre Geräte im ehemaligen Hansa-Filmpalast, eigens für Fitness-Zwecke umgebaut, aufstellen und dort neu durchstarten. Doch das Projekt scheiterte, weil dem Kreditgeber die bis zum Umbau angedachte Zwischenlösung in der Südstadt missfallen habe, wie Bull damals erklärte. Die Wirtschaftlichkeit bis zum Einzug in die Kinoräume war angezweifelt worden. Daraufhin hatte sie ihre Offerte zurückgezogen und mit dem Vermieter der Deutschen Med über einen Verbleib verhandelt. Doch der hatte schon einen Nachmieter. Im Hansakino ist dennoch ein Fitnessstudio – clever fit – eingezogen.

„Ja, ich habe eine Weile überlegt, ist dies mein Weg, soll ich ihn weitergehen“, sagt die 49-Jährige heute. „Aber dies ist genau mein Ding, ich bin einfach überzeugt von unserem Heil- und Bewegungszentrum.“ Das Ende der Crowd- Kampagne falle mit ihrem 50. Geburtstag zusammen. „Ein guter Tag, um neu anzufangen.“

OZ LESERBRIEFE

Rostock muss sein

maritimes Erbe zeigen Die Frage, wo das Traditionsschiff künftig seinen Liegeplatz haben soll und wo das neue Maritime Erlebniszentrum entstehen soll, beschäftigt viele OZ-Leser.

„Ich stimme dafür, dass Rostock sein maritimes Erbe unbedingt im Stadthafen präsentieren muss.

Das Schifffahrtsmuseum mit dem Traditionsschiff gehört (auch als Touristenattraktion) ins Zentrum der Stadt und nicht in einen für Besucher abseits gelegenen Park eines Wohngebietes, egal ob dieses Gelände vormals für eine Iga genutzt wurde. Nach meiner Ansicht sollte man Leuten wie Karina Jens, die für die Hansestadt Rostock zugereiste Fremdkörper ohne Traditionsbewusstsein und Stolz auf seine Schifffahrtsgeschichte darstellen, nicht die Entscheidung über dieses Problem überlassen.“

Gerhard Bergmann Endlich Klartext reden und Klarheit schaffen Zum selben Thema:

„Als damals 1970 das heutige Traditionsschiff ,in Dienst’ gestellt wurde, wollte niemand – Werften wie Häfen und Marine – auch nur einen Meter Kai dafür preisgeben. Und so wurde eine teure Notlösung installiert, die Schmarler Pier am Stadtrand. Stadtrand bleibt eben Stadtrand, ob nun mit oder ohne Park und Museum. Dass Frau Jens für ihre Idee wirbt, ist klar, hat sie doch die Iga einst nach Rostock geholt – eine „Kurzzeit-Attraktion“ letztendlich mit beachtlichen Verschuldungsfolgen. In gleicher Art muss man ehrlicherweise die Verhökerung des Tradi durch den ehemaligen Oberbürgermeister Pöker bewerten. Man sollte endlich Klartext reden und Klarheit schaffen: Die Iga- 2003-GmbH auflösen, den Park dem Amt für Stadtgrün zuordnen und ihn frei zugänglich machen – wie den Barnstorfer Wald –, bestimmte Flächen der Stadthallengesellschaft und dem Weidendom-Verein übergeben und das Traditionsschiff samt Außenexponaten in den Stadthafen holen.

Lothar Lentz Bürgerschaft sollte Bürger befragen Und ebenfalls zum Thema:

„Es ist leider eine Tatsache, dass die Bürgerschaft und einige Personen den mehrheitlichen Willen der Rostocker negieren. Der Stadthafen, ein wirkliches Filetstück, verkommt immer mehr. Statt den Hafen zu entwickeln, gerade vor dem Hintergrund des bevorstehenden 800. Jahrestages der Stadtrechtsbestätigung, übt man sich weiter in Untätigkeit. Das ist im Besonderen Frau Jens und den früheren Verantwortlichen Dr. Danker-Karstensen und Herrn Vogt geschuldet, die keine originäre Bindung zu Rostock hatten und haben. Die Realisierung der Vorschläge des Maritimen Rates und die Verlegung des Museums in den Stadthafen würde die Attraktivität der Stadt bedeutend erhöhen und die Stadtkasse jährlich um hunderttausende Euro entlasten. Wenn die Bürgerschaft unfähig ist zu einer solchen Entscheidung, sollte man eine Bürgerbefragung durchführen. Aber vor Volkes Meinung fürchtet man sich.“

Klaus Armbröster, Stadtführerverein

Doris Kesselring

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