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Gemeinde plant Bootshafen

NIENHAGEN Gemeinde plant Bootshafen

Breiter Sandstrand, ein Bootshafen mit 50 Liegeplätzen, dazu Tauchschule und Bootsverleih — geht es nach Haie-Jann Krause, könnte diese Vision an Nienhagens Ostseeküste ...

Nienhagen. Breiter Sandstrand, ein Bootshafen mit 50 Liegeplätzen, dazu Tauchschule und Bootsverleih — geht es nach Haie-Jann Krause, könnte diese Vision an Nienhagens Ostseeküste in knapp vier Jahren Realität sein. „Das wäre ein touristisches Highlight“, sagt der Architekt, der im Nienhäger Ausschuss für Gemeindeentwicklung mitarbeitet. „Denn die bauliche Entwicklung unseres Ostseebades an Land steht in starkem Widerspruch zu der am Wasser.“

Im Zuge dieser Entwicklung sei in den vergangenen Jahren auch die Einwohnerzahl erheblich angestiegen, so Krause: „Die damit einhergehende Gestaltung des Strandbereiches sowie eine Sicherung des Steilufers sind aber ausgeblieben — es gibt hier viel zu wenig Kapazitäten, und auch angemessene maritim-touristische Attraktionen für unsere Feriengäste fehlen.“

Deshalb habe er gemeinsam mit weiteren Mitstreitern aus der CDU-Fraktion ein Konzept entwickelt, um den Küstenstreifen ab Hauptstrand Richtung Warnemünde zu verbreitern und gleichzeitig attraktiver zu gestalten, erklärt Krause. So sei im ersten Schritt etwa das Anlegen von mindestens zehn neuen Buhnenreihen geplant, darüber hinaus eine Aufspülung von Ostseesand zu einer Strandverbreiterung von insgesamt 15 bis 20 Metern: „Zudem könnten die Strandabgänge Schulweg und Technopark ausgebaut werden — vor allem mit Toiletten sowie kleineren saisonalen Strandversorgungen.“

Als zweiten Schritt sehe das Konzept den Bau eines Wasserwanderrastplatzes mit bis zu 50 Liegeplätzen vor — plus zusätzlicher touristischer Attraktionen wie Tauchschule, Bootsverleih oder Segelkurse, blickt der Architekt in die Zukunft: „Insgesamt reden wir hier von einem Investitions-Volumen in Höhe von knapp 10 Millionen Euro — und wir sind guter Hoffnung, dafür eine 90-prozentige Förderung aus Schwerin zu bekommen.“

Denn in den vergangenen anderthalb Jahren habe es bereits viele positive Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium, diversen Ämtern wie etwa dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) oder der Unteren Bauaufsichtsbehörde sowie der Forst gegeben, erklärt Haie-Jann Krause und stellt klar: „Wir haben alles abgeklopft und geprüft, bauen hier keine Luftschlösser — das hat schon alles Hand und Fuß.“

Um Einwohnern und Gästen die Pläne direkt vorzustellen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen, soll es am Sonnabend, dem 2. April, eine Informationsveranstaltung auf der Pergola-Wiese an der Promenade geben.

Von Lennart Plottke

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