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Genug von Müll und Dreck: Lichtenhagen packt jetzt an

Lichtenhagen Genug von Müll und Dreck: Lichtenhagen packt jetzt an

Der Bahnhof in dem Stadtteil ist am schlimmsten betroffen / Mit einer Aufräumaktion wollen die Einwohner ihren Stadtteil wieder auf Vordermann bringen

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Enno Zeug (v. l.), Annelies Polz und Chris Günther sammeln Müll in ihrem Stadtteil Lichtenhagen.

Quelle: Fotos: Mathias Otto

Lichtenhagen. Rostige Dosen, Überreste vom Silvesterfeuerwerk, Spielzeug und sogar Elektrogeräte — vor allem sind es aber viele fallen gelassene Plastikbecher und -tüten, die Lichtenhagen verschandeln. Besonders im Umfeld der S-Bahn-Haltestelle zeigt sich der Stadtteil von seiner unschönen Seite. Zwischen den Schienen ist nur noch an wenigen Stellen Grün zu erkennen, in den Büschen am Rand klebt der Abfall in den Ästen. Die Deutsche Bahn (DB) als Eigentümer dieser Fläche führe zwar regelmäßig Reinigungsaktionen durch, doch das reicht den Bürgern nicht aus. Sie legen nun selbst Hand an und rufen auf zur Aktion „Lichtenhagen räumt auf“.

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Schwerpunkt: Norden

Die diesjährige Müllsammelaktion „Lichtenhagen räumt auf“ findet am Sonnabend, 9. April, statt. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Kolping Begegnungszentrum Lichtenhagen.

In jedem Jahr wird ein Schwerpunkt festgelegt. Der liegt in diesem Jahr im nördlichen Stadtteilgebiet: Flensburger Straße, Eutiner Straße, Malchiner Straße. Außerdem wird der Joseph- Polz-Weg nahe der Mecklenburger Allee aufgebessert.

OZ-Leser Manfred Bunge wandte sich über den OZ-Buschfunk an die Zeitung und schildert seine Eindrücke. „Ein unschöner Anblick, wenn man auf der Brücke zur S-Bahn steht und nach unten guckt. Hier türmt sich der Müll“, meint er. Erika Rieck (69) muss jeden Tag über diese Brücke laufen, um einzukaufen oder Besorgungen zu erledigen. „Ich mag schon gar nicht mehr nach unten schauen. Kaum wird das Gelände gesäubert, liegt schon wieder Dreck dort“, sagt sie. Die Rentnerin ist verärgert über die Unachtsamkeit ihrer Mitbürger. Oft habe sie gesehen, wie Leute, die zum Bahnsteig gehen, ihren leeren Kaffeebecher über die Brüstung werfen.

Die DB kennt das Problem dort. „Die Verkehrsstation Lichtenhagen unterliegt regelmäßigen Reinigungszyklen“, sagt Bahnsprecher Gisbert Gahler. Dazu würden auch die Flächen bis zur Stadtautobahn gehören. „Während der Saison wird der S-Bahn-Haltepunkt auch nach den saisonal bedingten Anforderungen gereinigt“, erklärt er. Zusätzlich sieht die DB jährlich zwei Gleisreinigungen vor. „Diese beinhalten auch die Reinigung hinter den jeweiligen Bahnsteigenden“, sagt Gahler. Unterstützung aus der Bevölkerung holt sich die Bahn aber nicht.

Anders sieht es im Ortsbeirat Lichtenhagen aus. Mit der Aktion „Lichtenhagen räumt auf“ ziehen sich die Mitglieder Hilfe von Anwohnern heran, um ihren Stadtteil wieder auf Vordermann zu bringen. Im Beirat wurden gestern Abend schon die ersten Details für die diesjährige Aktion besprochen. Am 9. April soll sie stattfinden. Treffpunkt: 9 Uhr am Kolpingcenter. Der Beirats-Vorsitzende Ralf Mucha (SPD) hofft nun, dass sich auch viele Einwohner daran beteiligen. „Es gibt zwar viele, die sich im Beirat über die Unordnung im Stadtteil beschweren, nur leider sind die Aufräumaktionen nicht immer gut besucht“, sagt er.

Mit einigen Ausnahmen — Annelies Polz etwa. Die Rentnerin mag es, wenn ihre Umgebung in Ordnung gehalten wird. Ist sie mit ihrem Fahrrad unterwegs, sammelt sie den Müll vom Straßenrand. „Mir ist der Müll ein Dorn im Auge. Liegt eine zerbrochene Bierflasche am Boden, sammle ich sie samt Scherben auf, packe sie in meinem Fahrradkorb und entsorge sie im Mülleimer. Ich verstehe nicht, warum man Sachen achtlos in die Natur werfen muss“, sagt sie.

Der Sandweg in der Nähe der Mecklenburger Allee, der nach ihrem verstorbenen Mann benannt wurde, soll am Aktionstag auch auf Vordermann gebracht werden. „Im Joseph-Polz-Weg staut sich nach Regentagen das Wasser. Ein Rostocker Straßenbauer sponsert Verdichtungsmaterial. Wir werden die Schlaglöcher ausbessern“, erklärt Enno Zeug, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Beirates. Der Schwerpunkt liege in diesem Jahr außerdem im nördlichen Bereich des Stadtteils. „Wir werden den Müll in der Flensburger und Eutiner Straße sammeln sowie im Bereich der Malchiner Straße bis zur Stadtautobahn“, sagt Chris Günther vom Beirat.

Von Mathias Otto

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