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Geschichten vom neuen Leben

Geschichten vom neuen Leben

Die Ostereier sind bei den meisten längst wieder abgehängt, doch was die meisten nicht wissen, die österliche Freudenzeit geht noch bis Pfingsten.

Die Ostereier sind bei den meisten längst wieder abgehängt, doch was die meisten nicht wissen, die österliche Freudenzeit geht noch bis Pfingsten. Die Freude darüber, dass ein neues Leben möglich ist, soll die vierzigtägige Passionszeit überstrahlen.

Das macht Sinn, wenn wir die Geschichten vom neuen Leben, die uns die Bibel von Jesus erzählt, nicht als olle Kamellen abtun. Vielmehr sind diese Geschichten auf unser eigenes Leben hin offen und verlangen geradezu danach, von uns weitererzählt zu werden. Wir können unsere eigenen Erfahrungen und Zweifel einweben in die Geschichte vom Sieg des Lebens über den Tod. Die Bibel selbst berichtet von Thomas, einem Jünger Jesu, der es einfach nicht glauben konnte, dass Jesus lebt. Er wollte sehen und fühlen, ob es wirklich wahr ist, was die anderen ihm erzählt hatten. Heute, angesichts der Anschläge in Brüssel und anderswo, die im Namen Gottes verübt werden, wünschte ich mir mehr solcher Zweifel und Fragen! Denn, wo der Glaube keinen Zweifel kennt, da wird er leicht zum Wahn. Doch am Ende sagt der Auferstandene Jesus: „Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben!“

Genau genommen stehen wir alle immer wieder vor derselben Entscheidung: Wagen wir es noch, an etwas zu glauben, oder meinen wir, dass es tatsächlich nichts gibt, worauf wir vertrauen könnten? Fest steht, wenn wir in einer bestimmten Perspektive auf das Leben verharren, werden sich uns auch keine neuen Möglichkeiten erschließen. Wenn wir genau hinsehen, dann gibt es manche Ostergeschichte auch in unserem Leben zu erzählen: Da wird ein Sterbenskranker wider Erwarten gesund, da kommt einer vom Alkohol los und feiert seitdem zweimal im Jahr Geburtstag, da beginnen zwei wieder, vernünftig miteinander zu reden, die lange kein gutes Wort mehr für einander übrig hatten, oder da helfen in unserer Stadt unerwartet viele den Flüchtlingen, die vor unserer Tür stehen. Es ist unsere große Chance diese Geschichten vom wahren und neuen Leben weiterzuerzählen; übrigens ganz unabhängig von der Jahreszeit.

OZ

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