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Gewalt nach dem Gebet: Streit um Moschee eskaliert

Rostock Gewalt nach dem Gebet: Streit um Moschee eskaliert

Rostocker Migrantenrat spricht von „Gewalt gegenüber Andersdenkenden“ und „Extremismus“ im Gotteshaus: Eine radikale Minderheit versucht, eigenen Vorstand zu etablieren - auch mit Gewalt. Das LKA weitet seine Ermittlungen aus.

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Gebet im Freien: Der Platz in der Moschee in der Südstadt reicht für die wachsende Gemeinde nicht mehr aus.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Der Streit um den künftigen Kurs der Islamischen Gemeinde in Rostock eskaliert: Seit Wochen versucht eine kleine, radikale Gruppe das Kommando in der Moschee an der Erich-Schlesinger-Straße zu übernehmen – und schreckt dabei offenbar auch vor Gewalt nicht mehr zurück. Nach dem Freitagsgebet soll es vergangene Woche zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen sein. Die Gruppe von Fanatikern soll friedliebende Muslime angegriffen und verletzt haben. So stellt es jedenfalls der Migrantenrat der Hansestadt in einer Stellungnahme zu den Vorfällen dar. Das Gremium spricht offen von „Fanatismus und Extremismus“.

Die radikale Gruppe habe am Freitag eigenmächtig und ohne Legitimation durch den Vereinsvorstand eine Versammlung und Neuwahlen des Gremiums einberufen, berichtet der Geschäftsführer des Migrantenrates, Rubén Cárdenas. Mehrere Mitglieder der friedliebenden Gemeinde hätten dagegen protestiert und seien daraufhin angegriffen worden. Cárdenas spricht explizit von „Gewalt gegenüber Andersdenkenden“ und von „Unrechtmäßigkeiten“ in der Moschee in der Südstadt.

Die Behörden bestätigen, dass es am Freitag einen Polizeieinsatz in der Moschee gegeben habe. Bereits seit Wochen steht die Gemeinde – vor allem die radikale Minderheit – im Fokus des Landeskriminalamtes (LKA). Auch die Vorfälle am Freitag untersuchen die Staatsschützer in Schwerin: „Uns liegen mehrere Anzeigen vor“, so LKA-Sprecherin Synke Kern. Die Ermittler untersuchen nun, ob die Taten einen „religiös motivierten Hintergrund“ haben. 

Andreas Meyer

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