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Gift in der Warnow: Haben Ämter die Gefahr ignoriert?

Rostock Gift in der Warnow: Haben Ämter die Gefahr ignoriert?

Der Grund des Rostocker Stadthafens ist mit Giften kontaminiert. Quelle soll die alte Dachpappenfabriksein. Nun erhebt das Wasser- und Schifffahrtsamt Vorwürfe gegen Stadt und Land: Sie hätten die Gefahr ignoriert. Ausgebaggert wird aber trotzdem.

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Das Gelände der ehemaligen Riedelschen Dachpappenfabrik: Bis zur Wende versickerten hier Öl, Teer und Bitumen im Erdreich – und nun auch in die Warnow.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Die Behörden in Rostock haben offenbar seit Jahren tatenlos dabei zugesehen, wie Teer- und Ölrückstände in die Warnow gelangten. Konsequenz: Der Grund des Stadthafens ist hochgradig mit Giftstoffen verseucht, die dringend notwendige Ausbaggerung wird bis zu 15 Mal teurer als geplant. Nun streiten die Ämter, wer die Mehrkosten zu tragen hat.

Die Gifte stammen nach Auffassung des Wasser- und Schifffahrtsamtes vom Gelände der ehemaligen Riedelschen Dachpappenfabrik in Dierkow. Mehrfach habe das WSA die Stadt und das zuständige Landesamt für Landwirtschaft und Umwelt zum Handeln aufgefordert. „Die Gifte liefen unter den Augen der Behörden in den Fluss. Die Zuständigen haben die Verseuchung der Warnow in Kauf genommen“, so Amtsleiter Holger Brydda. Das WSA will nun ein weiteres Gutachten vorlegen, das dies belegen soll.

Die dringend notwendige Vertiefung soll dennoch stattfinden - allerdings in einer Minimalvariante. Zunächst soll nur die Zufahrt zur Haedge-Halbinsel vertieft werden. Kosten: rund 1,5 Millionen Euro. Das belastete Baggergut soll nun in einer „aquatischen Deponie“ im Breitling vor Hohe Düne versenkt werden.

Andreas Meyer

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