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Graffiti entfernt: Schreiender Hengst ist wieder sauber

Stadtmitte Graffiti entfernt: Schreiender Hengst ist wieder sauber

Die Schmierfinken machen in Rostock auch vor der Kunst nicht halt. Jo Jastrams „Schreiender Hengst“ vor dem Kröpeliner Tor ist eins der prominenten Opfer.

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Rainer Bloch entfernt die Schmierereien an Jo Jastrams „Schreienden Hengst“ vor dem Kröpeliner Tor.

Quelle: Ove Arscholl

Stadtmitte. Die Schmierfinken machen in Rostock auch vor der Kunst nicht halt. Jo Jastrams „Schreiender Hengst“ vor dem Kröpeliner Tor ist eins der prominenten Opfer.

Vor zwei Jahren hatte die Kulturstiftung 120000 Euro an Spenden für den Nachguss zusammenbekommen, die Verunstaltung des Kunstwerks durch Graffiti-Sprayer wollten sie im Verein nun nicht hinnehmen. „Das sollte entfernt werden“, sagt Vorstandsmitglied Christoph Weinhold.

Während der Sockel einfach nur mit grüner Farbe besprüht wurde, hätte sich der „Künstler“ bei der Plastik mit weißer Farbe offenbar Mühe gegeben. „Das Pferd sah aus wie ein Zebra“, sagt Christoph Weinhold. Die „Verzierung“ sollte jetzt zum Frühjahr weg, nur Geld für die Reinigung war nicht da.

Offene Ohren fand die Kulturstiftung dann bei Rainer Bloch, Rostocker Experte für Graffiti-Entfernung und Restaurierungen.„Ich war mit Jo Jastram befreundet“, verrät er. Auch deshalb habe er sich entschlossen, die Reinigung durchzuführen, als Sponsoring sozusagen. „Man muss was gegen Graffiti tun — überall“, so Bloch gestern. Wie lange der Hengst nun sauber bleibt, vermochte er nicht vorauszusagen.

Immer wieder beschäftigen Verunstaltungen von Kunstwerken auch das städtische Kulturamt. Den großen Vandalismus mit extremen Zerstörungen wie in den 90er Jahren gebe es glücklicherweise nicht mehr, sagt Thomas Werner. Bisher wurden Schmierereien aber nur an exponierten Stellen oder dann, wenn es sich um rechtsextreme Parolen und Zeichen handelte, entfernt. In Zeiten von nicht genehmigten Haushalten durfte das Amt dafür keine Geld ausgeben, begründet Werner. Das ist in diesem Jahr anders. „Jetzt können wir einige Figuren reinigen, die schon länger beschmutzt sind“, sagt er. Zwischen 3000 und 5000 Euro würden für Reinigungen ausgegeben. Rainer Bloch machte sich vom Kröpeliner Tor gleich zur nächsten Graffiti- Entfernung auf — ein städtischer Auftrag.

Von Thomas Niebuhr

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