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Groß Biestow: 2000 Rostocker wollen Klarheit von OB Methling

Rostock Groß Biestow: 2000 Rostocker wollen Klarheit von OB Methling

Riesenandrang in der Stadthalle / Die Verwaltung stellte gestern auf einer Einwohnerversammlung das neue Wohngebiet vor / Stadt will Kleingärten aufkaufen

Rostock. Das hat es in Rostock seit der Wende nicht mehr gegeben: 2000 Bürger waren gestern Abend in die Stadthalle gekommen, um sich über die Pläne für den neuen Stadtteil Groß

Mehr als 6700 neue Wohnungen geplant

231 Grundstücke für Einfamilienhäuser und 6723 neue Wohnungen plant die Hansestadt Rostock bisher zwischen Südstadt und der Gartenstadt. Die Fläche für den neuen Stadtteil umfasst mehr als zwei Millionen Quadratmeter Land.

Biestow zu informieren. In den nächsten Jahren sollen im Süden Rostocks 6000 Wohneinheiten in Eigenheimen und vier- bis fünfstückigen Mehrfamilienhäusern für bis zu 13000 Menschen entstehen. Der erwartete Proteststurm gegen das Großprojekt blieb gestern aus. Die Diskussion verlief weitestgehend sachlich.

Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), überrascht von der großen Beteiligung, betonte, dass es sich um Ideen und keine fertigen Pläne handele. „Dies ist der Beginn eines Planungsprozessen, einer offenen Diskussion mit Bürgerbeteiligung“, sagte Methling. Er begründete das Vorhaben mit einem bis 2030 prognostizierten Bevölkerungsanstieg auf dann 230000 Einwohner. Schon heute zähle die Stadt 208000 Einwohner.

Insgesamt prüfe die Stadt 33 Flächen an den Stadträndern als mögliche neue Wohnstandorte, sagte Stadtplaner Ralph Müller. Doch es sei wirtschaftlich abzuwägen, „ob wir zehn Flächen für je 2500 Einwohner erschließen oder zwei Gebiete für je 12500 Bewohner“. „Der Raum Biestow“, so Müller, „ist sehr gut geeignet für bauliche Entwicklung, deshalb sind wir auch dort über die bisher geplanten Flächen an Kringelhof und Nobelstraße hinaus gegangen.“ Es gäbe gute Möglichkeiten der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und zur Straßenerschließung. Zeitlich sollen die ersten Wohnflächen nach Aufstellung des Flächennutzungsplanes schon 2018 bebaut werden. Das beträfe das Gebiet an der Nobelstraße mit 250 zumeist Einfamilienhäusern und den Kiefernweg mit etwa 300 Eigenheimen. Für die angedachte Erweiterung würden in den nächsten zwei Jahren die planerischen Voraussetzungen mit „intensiver Bürgerbeteiligung“ geschaffen werden. „Das wäre 2019, und dann dauert es noch einmal zwei Jahre bis zur Baureife“, sagt Müller. Erst dann würden auch Kleingärten in Anspruch genommen.

„16 Vereine und 1912 Parzellen sind von den Plänen betroffen“, stellte Christian Seifert, Vorsitzender des Verbandes der Gartenfreunde erneut klar und sprach von „Kahlschlag“. Stadtplaner Müller beteuerte, dass nur 250 Parzellen, insbesondere für die Verkehrserschließung benötigt würden. Ansonsten sollten Gartenanlagen in den Stadtteil integriert werden.

Die von Bebauungsplänen betroffenen Gärten will die Stadt zum 1,3-fachen Verkehrswert zurückkaufen, so OB Methling. Auch in anderen Anlagen könnten Kleingärten, jedoch zum Verkehrswert, aufgekauft werden, um betroffenen Gartenfreunden Alternativen bieten zu können. Frust und viele Fragen wurden gestern Abend geäußert. Vor allem die Verkehrsentwicklung, fehlende Naturräume und mangelnde Bürgerbeteiligung bewegen die Rostocker. Lokales

Doris Kesselring

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