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Groß Biestow: Die Ruhe vor dem Sturm

Südstadt/Biestow Groß Biestow: Die Ruhe vor dem Sturm

Am Montag ist Einwohnerversammlung zum neuen Stadtteil / Betroffene wollen Antworten

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Südstadt/Biestow. Die Spannung steigt vor der großen Einwohnerversammlung in der Stadthalle. Endlich will die Stadt ihr Schweigen brechen und zum geplanten Bauprojekt „Groß Biestow“ Stellung nehmen (die OZ berichtete). In den Stadtteilen, Initiativen und bei den Kleingärtnern ist man gespannt. Die Stadt rechnet offensichtlich mit großem Andrang, schließlich hat sie gleich den großen Saal des Hauses gemietet.

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Am Montag ist Einwohnerversammlung zum neuen Stadtteil / Betroffene wollen Antworten

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Einwohnerversammlung zum

geplanten Stadtteil Groß-Biestow: Montag, 7. November, 19 Uhr,

Stadthalle Rostock

Wenige Tage vor dem Zusammentreffen von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und den Anwohnern, die direkt oder indirekt mit dem Bau des neuen Stadtteils zu tun haben, sind die Ortsbeiräte Südstadt, Gartenstadt/ Stadtweide und Biestow noch mal zusammengekommen. Ganz ohne das Thema sind sie nicht ausgekommen, schließlich sind die Pläne das Thema in den Stadtteilen. Aber verrückt machen sie sich nicht – Abwarten lautet die Devise.

„Wir sind gespannt, was uns da vorgestellt wird“, sagt Kristin Schröder (Linke), Ortsbeiratsvorsitzende der Südstadt, schließlich würden die Pläne extrem abweichen. Ein neues Baugebiet zwischen Satower Straße und Nobelstraße war schon länger im Gespräch. Wie sich aber zeigte, sollen im Süden der Stadt nun deutlich mehr Wohnungen entstehen als ursprünglich geplant, nämlich für 13000 Einwohner. Die Anwohner befürchten mehr Verkehr.

Und Kleingärtner zittern um ihre Anlagen, denn viele Parzellen müssten für den Wohnraum weichen. „Die Zeit für die Versammlung ist nicht günstig gewählt“, kritisiert Christian Seifert, Vorsitzender des Kleingartenverbandes. Viele ältere Kleingärtner würden wegen der späten Uhrzeit eventuell nicht kommen. Er sagt aber auch: „Viele sind sich des Ernstes der Lage nicht bewusst“ und ruft seine Mitglieder auf, zur Stadthalle zu kommen. Wie viele der Gärtner kommen werden, dazu hält sich Seifert bedeckt, kündigt aber an, mit Infostand und Livemusik in der Stadthalle aufzulaufen. Der große Saal ist aus seiner Sicht zu groß gewählt. Aber vielleicht solle die Halle auch nicht so voll aussehen, damit der Protest kleiner erscheine.

Armin Zimmermann (Linke) ist Vorsitzender des Ortsbeirates Gartenstadt/Stadtweide und sagt: „Mal sehen, was die Verwaltung zu sagen hat.“ In seinem Stadtteil sorge man sich vor allem um die Infrastruktur. Was erhofft er sich von der Einwohnerversammlung? „Ich erwarte nicht allzu viel“, gibt er zu, vor allem aber, wie der Fahrplan sei und ob der dörfliche Charakter Biestows erhalten bleibe.

Auch im Ortsbeirat Biestow wolle man die Versammlung abwarten, bevor man weiter diskutiere. Vorsitzender Franz Laube (CDU) prognostiziert: „Es wird interessant. Vielleicht wird es eine laute Diskussion geben.“ Wer die Moderation der Versammlung übernimmt, wusste er am Mittwochabend noch nicht. Aber er könne sich auch vorstellen, dass die Aufgabe nicht unbedingt begehrt sein könnte, sagt er grinsend in der Sitzung seines Ortsbeirates.

Die Bürgerinitiative „Leben in Biestow“ hat sich T-Shirts bedruckt und kommt geschlossen in die Stadthalle – und mit Fragen. Zunächst aber wollten die Mitglieder abwarten, was der OB zu sagen hat.

„Darauf reagieren wir dann“, sagt der Vorsitzende Klaus-Peter Müller und betont: „Wir sind nicht auf Krawall gebürstet.“

Ob die Versammlung ruhig abläuft, bleibt abzuwarten. Alle Seiten kündigen an, sachlich diskutieren zu wollen. Aber die Pläne bergen Konfliktpotenzial. Dennoch sind sich alle einig: Erst wollen sie den Montag abwarten und dann über weitere Schritte entscheiden.

Philip Schülermann

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