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Großeinsatz der Polizei vor dem Migrationsamt

Rostock Großeinsatz der Polizei vor dem Migrationsamt

Am Dienstag kam es zu Rangeleien unter einigen der etwa 100 Personen am Migrationsamt in Rostock. Die Polizei war konnte die Situation schnell beruhigen. Das Amt kommt mit der Bearbeitung der Anfragen kaum hinterher.

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Dichtes Gedränge unter mehreren Personen vor dem Migrationsamt in Rostock hat am Dienstag für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt.

Quelle: Stefan Tretropp

Rostock. Dichtes Gedränge unter mehreren Personen vor dem Migrationsamt in Rostock hat am Dienstag für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Wie Stadtsprecher Ulrich Kunze bestätigte, wollten am Vormittag etwa 100 Menschen in das Gebäude am Neuen Markt, darunter auch etliche Flüchtlinge. Offenbar sei es an der Nummern-Ausgabe am Eingang zu Rangeleien gekommen.

Der Wachdienst der Stadt sei mit der Situation überfordert gewesen, deshalb wurde die Polizei verständigt. Diese rückte mit zwölf Einsatzwagen an und konnte die Situation schnell beruhigen. Nach Angaben von Polizei-Sprecherin Dörte Lembke ist es zu keinen Anzeigen oder Straftaten gekommen.

Veränderte Öffnungszeiten im Amt

Hintergrund sind veränderte Öffnungszeiten. Nach Angaben von Stadtsprecher Ulrich Kunze sind Mitte August die Sprechtage von zwei auf einen reduziert worden, um die Bearbeitungsrückstände zu verringern. Ab dieser Woche gibt es wieder zwei Sprechtage.

Wie Kunze weiter sagte, sprechen an jedem Sprechtag sprechen mehrere hundert Personen vor. „Derzeit ist nicht ausreichend Personal vorhanden, um die Bedarfe der Menschen kurzfristig zu erfüllen. Es gibt deutliche Bearbeitungsrückstände.“ Das Publikumsaufkommen sei in den vergangenen Monaten erheblich gestiegen, aktuell komme auch der Semesterbeginn an den Hochschulen hinzu.

Senator Müller bittet um Verständnis

Verwaltungssenator Chris Müller bittet um Verständnis: „Die Mitarbeiter tun ihr Bestes, die Bearbeitungszeiten möglichst kurz zu halten. Wir haben dem Amt bereits zusätzliches Personal zugeführt, und weitere Einstellungen stehen unmittelbar bevor.“ Davon erwarte er mittelfristig Entlastung. Bisher verfüge das Amt laut Kunze über zehn Mitarbeiter, zwei weitere seien in Aussicht. Bis zu fünf weitere Mitarbeiter sollen jetzt noch dazu kommen.

Die Hansestadt will aus dem Zwischenfall am Dienstag Konsequenzen ziehen. So soll der Sicherheitsdienst verstärkt und eine zusätzliche Tür am Eingang errichtet werden.

oz

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