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Grüne: Radler sollen bei Rot über die Ampel fahren dürfen

Rostock Grüne: Radler sollen bei Rot über die Ampel fahren dürfen

Der Vorschlag, der sich an Vorbildern aus Frankreich und den USA orientiert stößt auf Zustimmung und Skepsis. Nötig wäre ein neues Verkehrszeichen

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Bei Rot über die Ampel - geht es nach dem Grünen-Politiker Dieter Janecek soll das künftig möglich sein.

Quelle: Wolfgang Maxwitat

Rostock. Bei Rot über die Ampel – das will der Grünen-Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek Radfahrern erlauben. Sein Vorschlag: Wird niemand behindert, dürfen Radler die Straße überqueren. Die Ampel wird zu einer Art Stoppschild. Die Radler müssten zwar erst anhalten, „dürften dann aber weiterfahren, falls es der Verkehr erlaubt“, so Janecek. So könne vor allem in größeren Städten der Radverkehr schneller gemacht werden.

In Paris gibt es bereits rund 2000 rot-befreite Ampeln. Schilder zeigen an, wo man bei Rot rechts abbiegen und an T-Kreuzungen geradeaus fahren darf. Damit seien laut Janecek gute Erfahrungen gesammelt worden – genau wie im US-Bundesstaat Idaho. Die Unfallzahlen würden sinken, alle mehr Rücksicht aufeinander nehmen.

Den Präsidenten der Landesverkehrswacht MV, Hans-Joachim Hacker, überzeugt das nicht: Wie Fußgänger und Autofahrer müssten sie sich auch Radler an geltendes Recht halten und das beinhalte das Stehenbleiben an roten Ampeln. „Das ist nicht ohne Grund so, sondern weil aus der anderen Richtung jemand kommen kann – dann kann es gefährlich werden“, betont Hacker.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) würde Radfahrern das Passieren roter Ampeln indes erlauben – jedoch nur beim Rechtsabbiegen. Das ist in Deutschland bisher Autofahrern mit dem grünen Pfeil vorbehalten. Werde das auch Radlern erlaubt, würde das nicht nur den Verkehrsfluss erhöhen, sondern die Sicherheit fördern. Dafür sei allerdings ein neues Verkehrszeichen nötig. Denkbar wäre ein dreieckiges Schild, das dem Zeichen für „Vorfahrt gewähren“ ähnelt, aber ein Fahrrad in der Mitte hat.

Kerstin Schröder

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