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Grünes Licht für neuen Getreidehafen

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Grünes Licht für neuen Getreidehafen

Auf der Pier IV entsteht ein neues Getreideterminal / Bauausschuss stimmt Vorhaben zu

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Kröpeliner-Tor-Vorstadt. . Das nächste Großprojekt im Seehafen kann starten. Bis Ende 2018 entsteht dort auf der westlichen Seite von Pier IV am Liegeplatz 18 ein neues Getreideterminal. Gestern Abend hat der Bauausschuss der Bürgerschaft das „Einvernehmen der Gemeinde“ für dieses Bauvorhaben hergestellt. „Wir sind zwar nicht die Genehmigungsbehörde, müssen aber zustimmen und dafür gibt es Fristen, auf die wir als Stadt keinen Einfluss haben“, begründete Bauamtsleiterin Ines Gründel, warum die Beschlussvorlage sehr schnell dem Ausschuss vorgelegt wurde, ohne dass der zuständige Ortsbeirat aus Gehlsdorf darüber beraten konnte.

Da das Bauamt keine Bedenken gegen das Vorhaben habe und baurechtlich alles in Ordnung sei, „können wir das gemeindliche Einvernehmen herstellen“, schlug Frank Giesen (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, vor. Die Genehmigung der Beschlussvorlage erfolgte einstimmig.

Der neue Getreidekomplex wird aus 24 Silos von sechs bis 28 Meter Durchmesser, einem Gebäude zur Probenentnahme, eine Getreideannahme für Bahnwaggons, eine Getreideannahme für Lkw, eine Schaltwarte, eine Trafostation, ein Heizöltank, eine Ausgangswaage sowie eine Förderbrücke bestehen. Das deutsche Agrarhandelsunternehmen Beiselen mit Hauptsitz in Ulm ist Investor für den neuen Silokomplex auf einer Fläche von etwa fünf Hektar. Beiselen ist seit mehr als 125 Jahren im Agrargeschäft tätig.

„Mit einer Gesamtinvestition von rund 25 Millionen Euro in eine hochmoderne Getreideerfassungs- und Siloanlage beabsichtigen wir, Kapazitätsengpässe in Rostock zu beheben“, sagt Rainer Schuler, geschäftsführender Gesellschafter der Beiselen GmbH.

Daneben entsteht parallel ein Getreidebelader für Schiffe. Der wird mit einer Leistung von 1200 Tonnen pro Stunde arbeiten und von Euroports Germany errichtet. Die Getreidesilos und das Förderbandsystem schließen direkt an den neuen Belader an.

„Wir werden mit dieser Investition in Höhe von etwa zehn Millionen Euro den Service und die Leistungsfähigkeit des gesamten Getreideterminals erhöhen. Dies kommt allen Getreidekunden zugute“, sagt Günter Fett, Geschäftsführer von Euroports Germany.

Rostock zählt bereits zu den wichtigsten Getreideexporthäfen Deutschlands. In den vergangenen drei Jahren wurden über den Hafen jährlich mehr als drei Millionen Tonnen Getreide exportiert.

In Verbindung mit dem leistungsfähigen Getreidebelader wolle man einen wesentlichen Beitrag leisten, „dem Überseehafen Rostock die Bedeutung zukommen zu lassen, die er als Deutschlands wichtigster und leistungsfähigster Exporthafen verdient“, hebt Rainer Schuler das Rostocker Potenzial hervor.

„Mit zusätzlichen Kapazitäten unterstreicht Rostock nicht nur seine Bedeutung als einer der wichtigsten deutschen Getreideexporthäfen, sondern wird diese Funktion sogar noch ausbauen können“, freut sich Gernot Tesch, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft (Hero) über diese Investitionen. Die Erweiterung des Getreideumschlags belege zudem, so Tesch, warum es so wichtig sei, den Seekanal zu vertiefen.

Umschlag im Hafen wächst

25,1 Millionen Tonnen Güter wurden im Jahr 2015 im Rostocker Hafen umgeschlagen. Das ist das viertbeste Umschlagergebnis in der Geschichte des Überseehafens. Insbesondere bei wertintensiven Gütern wie Fähr- und anderen rollenden Güte sowie bei Papier und Stückgut gab es Zuwächse.

58 Prozent betrug im vergangenen Jahr der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Seehafens. Insgesamt stieg die Menge um 1,1 Millionen Tonnen auf 14,7 Millionen Tonnen. Die Zahl der von und nach Nordeuropa beförderten Lkw-Einheiten stieg genauso an wie die Zahl der beförderten Eisenbahnwaggons von und nach Trelleborg.

Thomas Sternberg

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