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Grundstein gelegt für Marinebau

Rostock-Hansaviertel Grundstein gelegt für Marinebau

Eine Geschosshülse dient als Zeitkapsel im Grundstein für das neue Maritime Operationszentrum (MOC) der Marine. Von dort aus sollen künftig die Schiffe bei ihren Übungen und im Alltag über die Weltmeere gelotst werden. Dafür werden rund 53 Millionen Euro auf dem Gelände der Hansekaserne investiert.

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So soll das fertige Multifunktionsgebäude einmal aussehen. GRAFIK: ARGE Hanse-Kaserne - Bastmann + Zavracky / MHB Planungs- und Ingenieuergesellschaft

Rostock-Hansaviertel. Die Zeitkapsel war standesgemäß: Die verplombte Hülse eines 76-Millimeter-Geschosses wurde gestern auf dem Gelände des Marinekommandos in den Grundstein für das neue Maritime Operationszentrum (MOC) eingelassen. Enthalten war eine Gedenkmedaille, ein Satz Euro-Münzen und natürlich eine aktuelle OSTSEE–ZEITUNG.

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Eine Geschosshülse dient als Zeitkapsel im Grundstein für das neue Maritime Operationszentrum (MOC) der Marine. Von dort aus sollen künftig die Schiffe bei ihren Übungen und im Alltag über die Weltmeere gelotst werden. Dafür werden rund 53 Millionen Euro auf dem Gelände der Hansekaserne investiert.

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Die Zeremonie wurde abgehalten vom Chef des Stabes, Konteradmiral Thorsten Kähler. Vor den traditionellen drei Hammerschlägen auf den Grundstein sagte er: „Möge das Gebäude seinen Zweck erfüllen, unsere Schiffe immer glücklich zu führen.“

Genau das soll das MOC an seinem künftigen Standort leisten: die Schiffe der Deutschen Marine sowie der Verbündeten bei ihren Übungen und im Alltag sicher über die Weltmeere lotsen. Dafür werden rund 53 Millionen Euro in das Multifunktionsgebäude investiert. Im Jahr 2022 sollen dann die rund 380 Mitarbeiter in 200 Räumen und auf 5000 Quadratmetern Fläche ihren Dienst aufnehmen. Bisher sitzt das MOC in Glücksburg (Schleswig-Holstein).

Mehr internationale Kooperation

Kähler relativierte die Millionenkosten: „Hier haben wir dann alles an einem Ort versammelt. Das wird günstiger sein als bisher in Glücksburg.“ Der Konteradmiral kann sich für die Zukunft mehr internationale Kooperationen vorstellen, die dann von Rostock aus gesteuert werden könnten. Vorbild sei die Zusammenarbeit mit Polen: die U-Boote beider Länder werden bereits gemeinsam von Glücksburg aus dirigiert. „Gemeinsame Übungen sparen auch Ressourcen“, betonte Kähler.

Rostock sei auch wegen seiner geopolitischen Lage der richtige Standort für das MOC, meinte der Stabschef: „Die Ostsee hat wieder eine gesteigerte Bedeutung erlangt. Durch die Nato-Osterweiterung und die Nachbarschaft zu den EU-Partnern Schweden und Finnland sind wir nicht mehr in einer Grenzlage.“

Mit dem Umzug des MOC werde auch die Botschaft vermittelt: „Wir wachsen am Standort Rostock“, sagte Kähler. Von der Hansestadt solle aber keine Bedrohung ausgehen: „Wir hoffen, dass von diesem Standort aus der Frieden in der Ostsee bewahrt wird.“

Wie ein Segelschiff

Herzstück des neuen Gebäudes, das in seiner Gestaltung an ein Segelschiff erinnern soll, wird laut Marine ein riesiger, hochmoderner Kommandoraum. Auch das Kommunikationszentrum der Marine sowie das sogenannte „Maritime Component Command“ werden dort einziehen. Der Bau soll am Ende mit die höchsten Sicherheitsanforderungen erfüllen, die es in Deutschland gibt. Vor dem Eingangsbereich wird es eine große Grünfläche und Wasserspiele geben. Zudem gehört ein Parkhaus mit sechs Ebenen und 210 Stellplätzen zum Neubau. Für die Gestaltung mitverantwortlich ist das Rostocker Architekturbüro Bastmann + Zavracky.

Rückkehr aus dem Einsatz

41 600 Seemeilen hat die Korvette „Braunschweig“ absolviert, wenn sie heute gegen 14.30 Uhr nach 13 Monaten wieder in ihren Heimathafen in Hohe Düne einläuft. Die Korvette war im Unifil-Einsatz zur Überwachung der libanesischen Küste. Die insgesamt drei Besatzungen haben in dieser Zeit unter anderem gemeinsame Übungen mit der libanesischen Marine und dem zypriotischen Such- und Rettungsdienst abgehalten. Während des Einsatzes lief die „Braunschweig“ die Häfen Rota, Limassol, Beirut, Barcelona und Vigo an.

Axel Büssem

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