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„Guck doch mal!“ – Projekt erklärt kindgerecht digitale Welt

Stadtmitte „Guck doch mal!“ – Projekt erklärt kindgerecht digitale Welt

Drei Rostocker suchen noch Unterstützer für den Buchdruck

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Jenny Karow (v. l.), Johanna Emil Fülle und Robert Behrens haben seit neun Monaten an dem Buch „Guck doch mal!“ gearbeitet. Nun soll es in den Druck gehen.

Quelle: Foto: Mathias Otto

Stadtmitte. Der Nachwuchs entdeckt die Welt – und niemand bekommt es mit. Mama und Papa sind zur gleichen Zeit mit ihren Handys beschäftigt. Oft treffen in der Gegenwart digitale und reale Welten aufeinander. Die drei Rostocker Johanna Emil Fülle (35), Jenny Karow (26) und Robert Behrens (33) möchten nun ein Buch herausbringen, das sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Für ihr Buch „Guck doch mal!“ werden noch Unterstützer gesucht, finanziert über ein sogenanntes Crowdfunding-Projekt.

Zwei Projektziele

Das Projekt „Guck doch mal!“ läuft im Internet noch bis zum 27. Oktober. 5000 Euro werden insgesamt benötigt, damit 1000 Exemplare gedruckt werden können.

Zweites Ziel: 10000 Euro – Damit wird die Anzahl der Erstauflage erhöht. Vorfinanziert wäre zudem der Anschub für das nächste Buch.

Internet: www.startnext.com/guckdochmal

Inspiriert wurde der Medienpädagoge Robert Behrens von einem Projekt, das unter anderem vom Sozialministerium und der Hansestadt unterstützt wird: „Heute schon mit ihrem Kind gesprochen?“. Mit einer Plakataktion wurden dabei Eltern zum Nachdenken angeregt, wie oft sie sich mit dem Smartphone beschäftigen und dabei ihre Kinder ignorieren. „Dabei kam mir die Idee, selbst ein Buch zum Thema digitale Welt herauszubringen. Hierfür gibt es zudem bisher kaum Projekte“, sagt er.

Zusammen mit der Autorin Johanna Emil Fülle gestaltete er das Buch inhaltlich. „Für Kinder ist es spannend, was die Eltern machen. Sie wollen teilhaben am Leben der Erwachsenen“, sagt sie. Das Kind schlüpft in dem Buch in die Rolle des kleinen Bienenjungen Hannes. Seine Mutter bringt ihn morgens zum Kindergarten. Er sieht etwas Außergewöhnliches und will es ihr zeigen. Sie aber hält den Blick starr auf ihr Smartphone gerichtet. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Fabel, Spielanregung, Denkanstoß, Lied, Achtsamkeitstraining - „all dies findet sich in diesem Medien-Märchen“, sagt die Autorin. Herausgekommen ist ein Buch zum Vorlesen, Mitdenken und Nachfühlen für Kinder und Erwachsene. „Ohne Schuldzuweisung, Vorwurf und Verurteilung zeigt die Geschichte, vor welchen Herausforderungen Eltern und Kinder stehen. Die Medien sind heute Teil der Gesellschaft und in vielen Bereichen auch sinnvoll. Deshalb ist es wichtig, dass die Medien in dem Buch nicht verurteilt werden“, sagt der Medienpädagoge.

„Für uns war es ein echter Glücksgriff, dass uns für dieses Projekt die Illustratorin Jenny Karow empfohlen wurde“, so die 35-Jährige. Sie hat das Buchcover und die einzelnen Seiten gestaltet, und außerdem Bienenbilder, die als Kopiervorlage zum Ausmalen dienen. „Auch bei der Illustration soll verdeutlicht werden, dass mit diesem Buch nicht vorwurfsvoll mit Medien umgegangen wird“, sagt sie.

Deshalb habe sie auf bunte und lockere Farbtöne geachtet. Ziel ist es, dass mit dem Buch Reaktionen ausgelöst werden, „für die Elterngenerationen wie für kleine als auch vorpubertierende Kinder“, so Robert Behrens. Im Anhang des Buches gibt es deshalb Ansätze zur tieferen Beschäftigung mit der Thematik.

Insgesamt hat das Trio fast neun Monate an diesem Buch gearbeitet. Was fehlt, ist eine Finanzierung für den Druck. Die Crowdfunding-Aktion läuft im Internet (www.startnext.com/guckdochmal) noch bis zum 27. Oktober. Bis dahin müssen 5000 Euro – bisher sind es knapp 1000 Euro – zusammenkommen, damit dieses Projekt realisiert werden kann. Das Geld werde fast ausschließlich für den Druck ausgegeben. „Ein kleiner Teil wird benötigt, um dem Buch eine ISBN-Nummer zu geben und unser Medien-Bienen-Kinderbuch in das Verzeichnis lieferbarer Bücher aufzunehmen“, sagt die Autorin. Jeden Donnerstag steht zudem Robert Behrens in den Räumen des Kultur- und Kreativquartiers Warnow Valley (Warnowufer 29-32) in der Zeit von 17 bis 19 Uhr für Fragen rund um das Buch zur Verfügung.

Mathias Otto

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